"Drift": Segway erfindet mit 400-Euro-Flitzern Inlineskates neu

    4. September 2018, 13:00
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    Können bis zu 45 Minuten mit maximal 12 km/h fahren und sollen leicht erlernbar sein

    Mit dem originalen Segway hat die gleichnamige Firma eine kleine Revolution in Sachen Fortbewegung ausgelöst. Statt sich kraft der Beinmuskeln zu Fuß oder am Rad durch die Stadt zu bewegen, gab es nun auch ein Elektrofahrzeug, das mit der Verlagerung des eigenen Gewichts gesteuert wurde.

    Ein Konzept, das von Segway und anderen Firmen mit der Zeit auf immer weitere Fahrgerätschaften ausgeweitet wurde. Es folgten Einräder und Hoverboards. Letztere wurden zum Trendartikel, und diverse No-Name-Hersteller brachten ihre eigenen Modelle in Umlauf, die vor allem durch in Flammen aufgehende Akkus bekannt wurden.

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    Promo-Video zu den Drift W1.

    Elektrische Rollschuhe

    Nun erschließt sich Segway ein weiteres Areal. Auch die klassischen Rollerskates bekommen jetzt Hightech-Konkurrenz – und zwar mit den "Drift W1", die man auch auf der Ifa am Start hatte.

    Die Gadgets haben mit ihren rein mechanischen Gegenstücken optisch nicht viel gemeinsam. Die Füße des Fahrers stehen auf einer gummierten "Plattform". Statt mehrerer kleiner Räder gibt es pro Skate einen breiten Reifen. Die E-Skates sollen eine Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h erreichen und mit einer Akkuladung bis zu 45 Minuten Fahrtzeit bieten, woraus sich eine theoretische Maximalreichweite von neun Kilometern ergibt. Rund 800 Patente hat Segway für seine Erfindung angemeldet.

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    Eine Vorführung der Drift W1.

    Leicht erlernbar

    Auch wenn das Konzept zuerst herausfordernd wirkt, soll sich das Fahren mit den Drift-Skates leicht erlernen lassen, berichtet "Engadget"-Autor Jamie Rigg von seinem Testlauf. Binnen weniger Minuten konnte er sich sicher fortbewegen. Da sich die elektronischen Rollschuhe nur nach vorne oder hinten neigen, wenn man die Geschwindigkeit regelt, besteht kein Risiko, leicht umzuknicken. Und im Fall des Falles kann man einfach absteigen.

    Zur besseren Sichtbarkeit haben die insgesamt sieben Kilo schweren Schuhe Rücklichter. Gummidämpfer vorne und hinten sollen vor Beschädigungen schützen. Zertifizierung nach IP54 soll eine Verwendung unter den meisten Wetterbedingungen ermöglichen.

    Eine Vorbestellung der Drift W1 ist auf der Segway-Homepage bereits möglich. In den USA verlangt man 399 Dollar, in Europa 399 Euro. Die Verfügbarkeit wird mit "bald" angegeben, ein genaues Lieferdatum gibt es noch nicht. (red, 4.9.2018)

    • Die Segway Drift W1 kosten 399 Euro und sollen "bald" verfügbar sein.
      foto: afp

      Die Segway Drift W1 kosten 399 Euro und sollen "bald" verfügbar sein.

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      foto: derstandard.at/sulzbacher
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