Trump warnt Russland und Iran vor Eingreifen im syrischen Idlib

    4. September 2018, 06:21
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    In der Rebellenhochburg droht bei einer Offensive der Assad-Truppen eine humanitäre Katastrophe. Russland, der Iran und die Türkei beraten am Freitag über die Syrien-Krise

    Washington/Idlib – US-Präsident Donald Trump hat Russland und den Iran davor gewarnt, im Fall einer Schlacht um die syrische Rebellenhochburg Idlib in die Kämpfe einzugreifen. "Die Russen und Iraner würden einen schwerwiegenden humanitären Fehler begehen, wenn sie bei dieser möglichen menschlichen Tragödie mitmachen", twitterte Trump am Montag.

    Der syrische Präsident Bashar al-Assad dürfe die Provinz Idlib nicht unbesonnen angreifen. "Hunderttausende Menschen könnten getötet werden. Lasst das nicht zu!", schrieb Trump. Wegen der fast drei Millionen Zivilisten in der Region warnen auch Hilfsorganisationen vor einer neuen humanitären Katastrophe.

    Iran hat Unterstützung für Assad zugesagt

    Die Region um die Stadt Idlib im Nordwesten Syriens ist das letzte große Gebiet des Landes, das noch von Rebellen beherrscht wird. Dominiert werden diese von dem Al-Kaida-Ableger Hayat Tahrir al-Sham, der früheren Al-Nusra-Front. Syriens Regierung hat dort Truppen zusammengezogen und droht mit einem Angriff. Der Iran hat bereits angekündigt, die syrische Führung bei einem Großangriff auf die Rebellenhochburg zu unterstützen.

    Am Freitag wollen Russland und der Iran als Unterstützer der Regierung und die Türkei als Schutzmacht der Opposition über die Krise in Syrien beraten. Beobachter rechnen damit, dass sich dort das Schicksal Idlibs entscheiden wird. (APA, 4.9.2018)

    • US-Präsident Trump wählt markige Worte.
      foto: nicholas kamm / afp

      US-Präsident Trump wählt markige Worte.

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