Kärnten: Aussichtsreiche Wanderung auf den Mittagskogel

    31. August 2018, 16:30
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    Der Ausblick von diesem Gipfel in den westlichen Karawanken erstreckt sich über drei Länder. Der Weg hinauf ist allerdings lang und steinig

    Schon von weitem ist der markante Mittagskogel zu sehen, der an einen mächtigen Vulkankegel erinnert. Die Ausblicke von diesem Gipfel in den westlichen Karawanken sind spektakulär: Sie reichen vom Kärntner Seengebiet über die eis- und schneebedeckten Hohen Tauern und die italienischen Dolomiten bis zum Triglav in den Julischen Alpen in Slowenien. Eine lohnende, alpine Rundwanderung im Grenzgebiet zu Slowenien führt auf diesen Gipfel, aber Obacht: Die Tour ist lange und anspruchsvoll.

    foto: birgit eder
    Der Gipfel des Mittagskogels erinnert an einen Vulkankegel.

    Vom Parkplatz beim Koflerbauer in Untergreuth führt ein Weg durch den Wald abwärts und vorbei am Gasthaus Martinihof bis nach Outschena. Hier startet der gut markierte Aufstieg zur ehemaligen Annahütte (Weg 681a).

    foto: birgit eder
    Eine Zois-Glockenblume am Wegesrand. Sie kommt nur in den Südostalpen vor.

    Wir gelangen zunächst zu einem Picknickplatz mit Brunnen. Danach liegt direkt an der Staatsgrenze die ehemalige Annahütte (Koča Anna) und ein Biwak. Ab hier wird der Weg alpiner und anspruchsvoller, immer wieder gibt es unterwegs Stahlseile zum Festhalten. So ist etwa die Scharte zwischen dem Kleinen und dem Großen Mittagskogel sehr ausgesetzt, aber gut gesichert.

    foto: birgit eder
    Über den Norwestgrat geht es luftig in Richtung Gipfel.

    Von dieser Scharte kommen wir in die geröllige Westflanke, wo man am besten einer der Pfadspuren bis zum Gipfel folgt. Der Abstieg führt dann auf österreichischer Seite abwärts in eine Senke, in der man dem gut markierten, steilen Hornerweg (Nr. 680) folgt. Die Geröllrinnen werden teilweise auf schmalen Steigen durchstiegen, der feine Sand auf dem felsigen Untergrund ist unangenehm – deshalb gibt es auch hier eine Seilsicherung.

    Weiter unten wird es dann deutlich flacher, der Weg verläuft durch einen lichten Wald bis zum Ferlacher Sattel und zur Bertahütte. Von dort nehmen wir den gut markierten Waldweg Nr. 603/680 in Richtung Martinihof. Danach kommt man auf einen Forstweg, den man bei der Wegkreuzung Illitsch-Raut wieder verlässt. Abschließend quert man noch ein trockenes Bachbett, bevor es zum Ausgangspunkt zurückgeht. (Birgit Eder, 31.8.2018)

    karte: der standard

    An- und Abreise: Auf der Rosentalstraße (B85) bis nach Latschach und über die Untergreutherstraße bis zum Koflerbauer (800 m), Parkplatz (weitere Parkmöglichkeit Gasthof Martinihof). Öffentlich: schwer erreichbar. Bus Nr. 5194, Haltestelle Latschach ober dem Faaker See, Abzweigung Untergreuth, nur werktags, sehr selten.

    Einkehr: Bertahütte und Gasthaus Martinihof

    Anforderungen: Die Tour ist anspruchsvoll und sehr lang. Stahlseile helfen an kniffligen Stellen. Durchgehend markiert, obwohl im oberen Bereich Markierungen schwer zu finden sind.

    Karte: BEV-Karte, ÖK50, Nr. 3118, Arnoldstein, Maßstab 1:50.000.

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