Presseverlage stürmen: AfD-Posting sorgt für Empörung

    29. August 2018, 17:12
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    Es heißt: "Bei uns bekannten Revolutionen wurden irgendwann die Funkhäuser sowie die Presseverlage gestürmt und die Mitarbeiter auf die Straße gezerrt"

    Die AfD-Fraktion Hochtaunuskreis erntet nach einem Facebook-Posting heftige Kritik: In einem Eintrag, der erst nach einigen Stunden geändert wurde, heißt es unter Missachtung einiger Beistrichregeln: "Zu Beginn einer Revolution haben die Staatsberichterstatter noch die Chance sich vom System abzuwenden und die Wahrheit zu berichten!

    Bei uns bekannten Revolutionen wurden irgendwann die Funkhäuser sowie die Presseverlage gestürmt und die Mitarbeiter auf die Straße gezerrt. Darüber sollten die Medienvertreter hierzulande einmal nachdenken, denn wenn die Stimmung endgültig kippt ist es zu spät."

    foto: screenshot/afd-facebook
    Das Posting auf Facebook – nach heftiger Kritik wurde der Text geändert.

    Mit den drastischen Worten wollte die rechtsgerichtete Partei in Deutschland offensichtlich die ARD-Berichterstattung zu Chemnitz kritisieren. Der Screenshot des in der Zwischenzeit bearbeiteten Postings macht auf sozialen Medien die Runde und sorgt für Empörung.

    So schreibt etwa der Deutsche Journalisten Verband auf Facebook: "Erst schmeißt die #AfD Journalisten aus ihren Parteitagen raus, jetzt ruft sie zu Gewalt auf. Geht's noch?"

    Update um 17.10 Uhr

    Der Landesverband der AfD geht auf Distanz zum Posting, schreibt faz.net: "Die AfD distanziert sich auf Schärfste von dem Facebook-Post der AfD-Fraktion im Hochtaunuskreis", sagte Landesverbandssprecher Robert Lambrou am Mittwoch in Wiesbaden und fügte an: "Wir werden das Thema am kommenden Samstag mit allen gebotenen Konsequenzen auf unserer Landesvorstandssitzung besprechen." (red, 29.8.2018)

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