Aufbau-Simulation "Seed" lässt tausende Spieler gleichzeitig eine neue Erde besiedeln

Ansichtssache29. August 2018, 13:05
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Überlebensmission verspricht Allianzen und Konflikte bei der Kolonialisierung eines Planeten

Das Berliner Studio Klang Games hat eine Aufbausimulation namens Seed angekündigt, die es tausenden Spielern gleichzeitig ermöglicht, einen erdähnlichen Planeten zu erobern und zu besiedeln. Angesetzt ist das Überlebensszenario rund 1.000 Jahre in der Zukunft, in der die Menschheit das Universum erschließt, um das Fortbestehen ihrer Spezies zu sichern. Dabei darf man sich nicht nur auf kooperative Besiedelungsmissionen einstellen, sondern sollte seine Mitmenschen stets auch als Konkurrenten wahrnehmen.

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Der Teaser-Trailer zu Seed.

Die Hoffnung der Entwickler ist es, nicht nur ein unterhaltsames Spiel im Stile von Die Siedler oder SimCity zu bieten, sondern auch interessante Erkenntnisse aus diesem sozialen Experiment zu ziehen. Nicht umsonst arbeite man unter anderem mit Lawrence Lessig, einem Professor der Harvard Law School zusammen. Bis Spieler sich auf zu unbekannten Welten machen können, um Darwins Gesetze zu bestätigen, wird es laut Klang Games jedoch noch mindestens drei Jahre dauern. Ein ambitioniertes Projekt, das sich aktuell noch in einem frühen Alpha-Entwicklungsstadium, wie die ersten Bilder und der Teaser verraten.

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Das zentrale Feature ist der Planet, der als persistente Spielwiese für tausende Spieler online dient. Hier gilt es, Ressourcen zu sammeln, mit anderen Spielern zu kollaborieren, Land zu erobern und Siedelungen zu bauen. Den Entwicklern zufolge darf man sich auf eine Reihe von Landschaften und Umgebungen, Jahreszeiten und unvorhersehbares Wetter sowie unterschiedliche Ökosysteme einstellen.

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Um Ordnung in der Kolonie zu schaffen, werde man über mehrere Charaktere hinweg Bedürfnisse definieren können, um das Wachstum und das Überleben sicherstellen zu können. Dabei spielen menschliche Bedürfnisse und emotionales Befinden eine wesentliche Rolle.

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Praktisch für Hobbygötter ist: Die eingestellten Routinen und Arbeitsaufgaben der Siedler laufen auch dann weiter, wenn man nicht online ist. Das bedeutet aber auch, dass sich in Abwesenheit des Spielers Geburten und Tode, Hochzeiten, Scheidungen und Konflikte ereignen können.

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Spannend an den für die eigene Kolonie getroffenen Entscheidungen ist, dass sie Auswirkungen auf andere Siedlungen und auch die Struktur des Planeten haben können.

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Wächst die Kolonie, werden mehr Ressourcen abgebaut, mehr Forschung betrieben und Gebäude errichtet. All das beeinflusse die wirtschaftliche Situation des Planeten. Spieler können Land frei bebauen, wodurch sich nicht nur mehr Möglichkeiten ergeben, sondern auch der Status und der Machtanspruch der eigenen Kolonie steigt.

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Umso wichtiger sei es, auf Kollaboration zu setzen. Durch Zusammenarbeit werde Sicherheit gewährleistet. Spieler können einander bei der Verteidigung von Siedlungen helfen und sich so auch gegen größere Mitspieler zur Wehr setzen. Spätestens hier sollten die Parallelen zu realen gesellschaftlichen Gefügen ersichtlich werden.

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Die Wirtschaft des Planeten wird durch die Bauten, Fabriken und erzeugten Produkte der Spieler selbst vorangetrieben. Fabriken und Firmen erzeugen nicht nur Jobs innerhalb der eigenen Kolonie, sie tragen auch zum sozialen Aufschwung der Gesellschaft bei. Die erzeugten Produkte wiederum können auf dem kompetitiven globalen Markt für alle Spieler angeboten werden.

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Dass sich daraus Konflikte ergeben, liegt auf der Hand. Wer vor feindlichen Angriffen gefeit sein möchte, muss seine Siedler auf Krieg vorbereiten, Waffentechnologien erforschen lassen und schließlich ein Militär auf die Beine stellen. Diese defensiven Maßnahmen können in Seed gewiss auch für offensive Maßnahmen wie Überfälle auf andere Kolonien eingesetzt werden. Womit wir wieder bei den Erdmenschen angelangt wären. (zw, 29.8.2018)

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