Minibar: Hallgartener Hendelberg 2016

    Kolumne16. September 2018, 09:59
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    Hallgartener Hendelberg 2016 – ein biodynamischer Riesling mit Rasanz und Spannung

    Ein Riesling ohne ausgeprägte Säure ist wie eine Diva ohne Capricen: Nett, aber reizlos. Obwohl sie das Wesen der Rebsorte ausmacht, haben unsere zuckerkonditionierten Gaumen keine Toleranz mehr für spürbare Säure. Sie wirkt auf viele abstoßend, während vordergründige Frucht beim Wein massentauglich ist.

    Dabei ist Säure im Wein nicht nur ein aromatisches Phänomen – sie gibt ihm Rasanz und Spannung -, sondern sorgt auch für Struktur und Langlebigkeit. Seit die besten deutschen Winzer ihre Weine vorwiegend trocken ausbauen, zeigen sie der Welt, wie aufregend Riesling sein kann.

    Peter Jakob Kühn ist einer der Meister: Der Hallgartener Hendelberg ist eine kühle Lage mit schieferhaltigem Boden. Die Vegetation beginnt und endet spät: Das Ergebnis sind Weine mit vielschichtigen Aromen und deutlicher Säure. Er und sein Sohn bewirtschaften die Weinberge biodynamisch – so, dass später im Keller keine Eingriffe mehr erforderlich sind. Die beiden besitzen etwas, was nicht nur in der Weinbranche aus der Mode gekommen ist: Einfühlungsvermögen – in die Abläufe der Natur, die Bedürfnisse ihrer Rebstöcke und den Wein. Das macht ihn wohl auch so berührend. (Christina Fieber, RONDO, 16.9.2018)

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    Hallgartener Hendelberg 2016

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    • Hallgartener Hendelberg 2016: Wein mit vielschichtigen Aromen und deutlicher Säure.
      foto: hersteller

      Hallgartener Hendelberg 2016: Wein mit vielschichtigen Aromen und deutlicher Säure.

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