"Mavic 2": Dji setzt auf Hasselblad-Kamera und Zoom

    28. August 2018, 09:26
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    Mit der "Mavic 2 Pro" und "Mavic 2 Zoom" erscheinen zwei unterschiedliche Varianten

    Dji hat vergangene Woche im Rahmen einer Präsentation in New York seine zwei neuen Falt-Drohnen "Mavic 2 Pro" und "Mavic 2 Zoom" vorgestellt.

    In zweijähriger Zusammenarbeit entwickelte Dji mit Hasselblad, führender Hersteller von Mittelformat-Kameras, die neue "Hasselblad L1D-20c-Kamera" der "Mavic 2 Pro". Diese verfügt über einen 1-Zoll-Cmos-Sensor, der mit 20 Megapixeln auflöst. Die etwas günstigere "Mavic 2 Zoom" ist hingegen mit einem 12 Megapixel Sensor ausgestattet, wobei die Kamera laut Dji zudem über einen 4-fach Zoom (2-fach optisch) verfügt.

    Obgleich sich die "Mavic 2 Pro" und "Mavic 2 Zoom" hinsichtlich ihrer Kamera-Spezifikationen unterscheiden, sind laut Herstellerangaben deren Flugeigenschaften annähernd ident.

    dji
    Der Trailer der "Dji Mavic 2" wurde unter anderem im Nationalpark Hohe Tauern in Österreich gedreht

    "Mavic 2 Pro" hat vier mal größeren Kamera-Sensor als Vorgängermodell

    Das Hauptcharakteristikum der "Mavic 2 Pro" ist die 1-Zoll große Sensorfläche, die damit um vier mal größer ist als die Sensorfläche des Vorgängermodells "Mavic Pro". Damit sollen Kamera-Drohnenpiloten auch bei schlechten Lichtverhältnissen scharfe Bildern schießen können. Die "Hasselblad L1D-20c-Kamera" hat zudem einen Lichtempflichtkeitswert von ISO 100 bis zu ISO 12.800. Die Brennweite der Kamera beträgt 28 mm bei einer Blende von f/2.8 bis f/11.

    Videoaufnahmen im 4K-Modus sind bis zu 30 Frames pro Sekunde möglich, im Full-HD-Modus hingegen bis zu 120 Frames pro Sekunde.

    foto: dji
    "Mavic 2 Pro" mit "Hasselblad L1D-20c-Kamera"

    Die "Mavic 2 Pro" unterstützt zudem ein sogenanntes "10-Bit Dlog-M Farbprofil", welches eine "vielfältige Nachbearbeitung" der Aufnahmen ermögliche, so Dji. Die Kamera soll rund 16 Millionen unterschiedliche Farben aufnehmen können.

    Die Zoomfunktion der "Mavic 2 Zoom"

    Die Kamera der "Mavic 2 Zoom" ist im Gegensatz zur "Mavic 2 Pro" mit einem 24–48 mm Zoom-Objektiv ausgestattet. Laut Dji soll dies Kamera-Drohnenpiloten neue "dynamische Perspektivenwechsel" ermöglichen. Im Gegensatz zur "Mavic 2 Pro" ist der Sensor der "Mavic 2 Zoom" mit 1/2.3 Zoll jedoch um einiges kleiner.

    Dji betont, dass mit Hilfe der Zoom-Funktion Motive näher herangeholt werden können und somit gewisse Szenen besser zugänglich sind. Dementsprechend können Kamera-Drohnenpiloten immer einen sicheren Abstand zu Gebäuden, Fahrzeugen, Tieren und Menschen halten, so Dji.

    foto: dji
    "Mavic 2 Zoom" mit Kamera, die über eine Zoom-Funktion verfügt

    Zudem verfügt die "Mavic 2 Zoom" über einen sogenannten "Dolly-Zoomeffekt", bei dem die Brennweite während des Fluges angepasst wird. Laut Dji kann im "manuellen Flug die Fokusgeschwindigkeit zudem manuell festgelegt werden", wobei dies noch "kreativere Aufnahmemöglichkeiten" erlaube. Ein weiteres Feature der Kamera ist, dass sie aus neun unterschiedlichen Fotos ein hochauflösendes Einzelfoto mit bis zu 48 Megapixel erstellen kann.

    Fluggeschwindigkeit von bis zu 72 km/h

    Laut Dji beträgt die Höchstgeschwindigkeit der "Mavic 2 Pro" und der "Mavic 2 Zoom" rund 72 km/h. Sie sind somit um sieben km/h schneller als das Vorgängermodell "Mavic Pro", die im Sportmodus 65 km/h erreicht. Die verbesserte Variante der "Mavic Pro", die "Mavic Pro Platinum", fliegt mit 30 km/h hingegen annähert so schnell wie die beiden neuen "Mavic 2"-Modelle.

    foto: dji
    Entfaltet beträgt die Größe der Drohnen
    322×242×84 mm

    Eineinhalb Stunden aufladen für 31 Minuten Flugzeit

    Die maximale Flugzeit wird zudem mit 31 Minuten angegeben, wobei die beiden Varianten der "Mavic 2" über einen 3850 mAh Akku verfügen. Im Gegensatz dazu beträgt die Flugzeit des Vorgängermodells der "Mavic Pro" 27 Minuten.

    Je nach Windstärke kann sich die maximale Flugdauer und Geschwindigkeit natürlich ändern. Das Laden des Akkus der beiden "Mavic 2"-Modelle dauert laut Dji rund eineinhalb Stunden.

    foto: dji
    Der Standard-Lieferumfang der "Mavic 2 Pro" und "Mavic 2 Zoom" umfasst auch eine Fernsteuerung, die allerdings nicht mit dem Vorgängermodell der "Mavic Pro" kompatibel ist

    Reichweite von bis zu acht Kilometern

    Die maximale Reichweite der Videoübertragung bei einer Auflösung von 1080p wird mit acht Kilometern angegeben. Die "Mavic 2"-Modelle können Windstärken bis zur Stufe fünf (29 bis 38 km/h) standhalten. Das Fluggewicht der beiden "Mavic 2"-Modelle beträgt 900 Gramm. Zudem verfügen sie über einen 360 Grad Kollisionsschutz.

    foto: dji
    Die Drohnen-Modelle "Mavic 2 Pro" und "Mavic 2 Zoom" verfügen über einen 360-Grad-Kollisionsschutz

    Keine Kompatibilität mit Vorgängermodellen

    Wie Dji auf seiner Webseite mitteilt, ist die Fernsteuerung der "Mavic Pro" nicht mit den beiden "Mavic 2"-Modellen kompatibel, wobei dies in Zukunft möglich sein wird. Auch die "geräuscharmen" Propeller der "Mavic 2 Pro" und "Mavic 2 Zoom" können nicht für die Vorgängermodell verwendet werden.

    foto: dji
    Die Fernsteuerung ist bis dato nicht mit dem Vorgängermodell "Mavic Pro" kompatibel

    Preis und Verfügbarkeit

    Die "Mavic 2 Pro" und "Mavic 2 Zoom" können ab sofort auf der Webseite von Dji bestellt werden. Die "Mavic 2 Pro" kostet 1449 Euro, wohingegen die "Mavic 2 Zoom" mit 1249 Euro um 200 Euro günstiger ist. Die beiden Modelle werden für diesen Preis inklusive der Dji-Fernsteuerung und einem Gimbal-Schutz ausgeliefert.

    Sofern man die Drohnen mit den FPV-Brillen "Dji Goggles" fliegen möchte, kann man diese auch im Set für 1948 Euro ("Mavic 2 Pro") beziehungsweise 1748 Euro ("Mavic 2 Zoom") erwerben.

    Das "Mavic 2 Fly More"-Zubehörpaket kostet 319 Euro. Dafür bekommt man eine Dji-Umhängetasche, um seine Drohne geschützt transportieren zu können, zwei zusätzliche Akkus sowie einen Zwölf-Volt-Ladestecker, um sie auch während einer Autofahrt aufladen zu können. (Martin Pacher, 27.08.2018)

    • Bereits Ende November 2015 hat Dji Mehrheitsanteile des schwedischen Kameraherstellers Hasselblad erworben und somit die Weichen für eine künftige Zusammenarbeit gestellt
      foto: hasselblad

      Bereits Ende November 2015 hat Dji Mehrheitsanteile des schwedischen Kameraherstellers Hasselblad erworben und somit die Weichen für eine künftige Zusammenarbeit gestellt

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