Gesichtserkennung verhindert erstmals Einreise in die USA

    27. August 2018, 10:39
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    Die automatisierte Gesichtserkennung kommt derzeit auf 14 US-Flughäfen zum Einsatz

    Wie NBC-News berichtet, hat die automatisierte Gesichtserkennung am Flughafen Washington Dulles vergangenen Donnerstag erstmals die Einreise eines Passagiers in die USA verhindert, der sich mit einem falschen Pass identifizieren wollte. Das System schlug Alarm als der 26-Jährige kongolesische Staatsbürger einen französischen Pass vorzeigte. Die automatisierte Gesichtserkennung erkannte, dass die biometrischen Gesichtsdaten des Mannes nicht mit jenen des Passfotos übereinstimmten

    Im Zuge einer Durchsuchung des 26-Jährigen fanden die Beamten der U.S. Customs and Border Protection (CBP) in seinen Schuhen seinen richtigen Personalausweis der Republik Kongo. In weiterer Folge verwehrten die Beamten dem Kongolesen die Einreise und schickten ihn zu seinem ursprünglichen Abflugsort nach Sao Paulo zurück.

    14 US-Flughäfen nutzen das System

    Wie die Behörde erklärte, handle es sich um den ersten Fall, dass die falsche Identität eines Passagiers durch eine automatisierte Gesichtserkennung erkannt wurde. Derzeit wird das System auf insgesamt 14 US-Flughäfen eingesetzt.

    Laut der CBP-Behörde arbeite die automatisierte Gesichtserkennung mit einer Genauigkeit von 99 Prozent. In einer Stellungnahme äußerte der ehemalige stellvertretende Sekretär des Departments für Homeland Security (DHS) David Heymen: "Mit der Methode können wir die Einreise-Prozedur erheblich beschleunigen und illegal Einreisende akkurat identifizieren."

    Das System der Gesichtserkennung wurde erst am vergangenen Montag am Flughafen Washington Dulles in Betrieb genommen.

    Automatisierte Gesichtserkennung am Flughafen Wien

    Am Flughafen Wien-Schwechat ist das System der Gesichtserkennung, nach einer längeren Testphase, seit Mitte Dezember in "Echtbetrieb". Derzeit gibt es 25 sogenannte "E-Gates", die bei Einreisen aus dem Nicht-Schengen-Raum zum Einsatz kommen. Passagiere können sich bis dato jedoch freiwillig aussuchen, ob sie mit der automatisierten Gesichtserkennung oder auf konventionelle Weise mit einer Kontrolle durch Grenzbeamte am Schalter einreisen möchten. Die Kosten für die Einführung der automatisierten Abfertigungsanlage betrugen laut Flughafen Wien rund fünf Millionen Euro. (mapa, 27.08.2018)

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      foto: reuters / eric gaillard
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