Teurer Sprit treibt Inflation im Juli auf 2,1 Prozent

17. August 2018, 13:43
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Nach 2,0 Prozent im Vormonat – Inflation in Eurozone zweiten Monat in Folge über EZB-Ziel

Wien – Die Inflation ist im Juli in Österreich leicht auf 2,1 Prozent gestiegen, nachdem sie im Vormonat noch bei 2,0 Prozent gelegen war. Als stärkster Preistreiber erwiesen sich dabei Treibstoffe, deren Preisanstieg um knapp 15 Prozent im Jahresvergleich rund ein Fünftel der Teuerung ausmachte. Auch die Ausgaben für Wohnung, Wasser und Energie trieben den Verbraucherpreisindex auf Jahressicht nach oben.

Nach EU-Berechnungsmethode betrug die Inflation in Österreich im Juli unverändert 2,3 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat Juni sank das allgemeine Preisniveau jedoch um 0,2 Prozent, wie die Statistik Austria am Freitag mitteilte. Grund dafür ist insbesondere ein Preisrutsch bei Bekleidung und Schuhen, die aufgrund des Sommerschlussverkaufs um fast 14 Prozent günstiger als im Juni zu haben waren.

In der Eurozone lag die Teuerung im Juli bei 2,1 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte und damit eine vorangegangene Schätzung bestätigte. Im Juni hatten die Lebenshaltungskosten um 2,0 Prozent im Jahresabstand zugenommen. Damit liegt die Inflation in der Währungsunion bereits den zweiten Monat in Folge über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB), die eine Teuerung von knapp unter zwei Prozent als ideal für die Wirtschaft ansieht. Die niedrigste Inflation wurde in Griechenland mit 0,8 Prozent verzeichnet, der stärkste Preisauftrieb in Estland mit 3,3 Prozent. (red, 17.8.2018)

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