Hörspielregisseur Götz Fritsch gestorben – Ö1 ändert Programm

    13. August 2018, 12:09
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    Der vielfach ausgezeichnete Wahlwiener erlag am Wochenende 75-jährig einer schweren Krankheit. Ö1 wiederholt am Samstag seine letze Inszenierung für den ORF

    Wien – Der Hörspielregisseur Götz Fritsch ist am Wochenende wenige Monate nach seinem 75. Geburtstag einer langen, schweren Krankheit erlegen. Das meldet der Radiosender Ö1 und wiederholt aus diesem Anlass am Samstag (14 Uhr) die letzte im ORF-Funkhaus entstandene Inszenierung des Wahlwieners, eine Bearbeitung von Teresa Präauers Roman "Für den Herrscher aus Übersee".

    "Mit Götz Fritsch verliert der ORF einen herausragenden Regisseur, einen unbestechlichen Hüter von Qualität, einen Freund der Künstlerinnen und Künstler", erklärte der ORF am Montag in einer Aussendung. Der gebürtige Berliner studierte an der Uni Wien Theaterwissenschaften und zählte 1967 zu den Gründern des Wiener Cafétheaters, aus dem das Ensemble Theater rund um Dieter Haspel hervorging. Nach einigen Jahren am Theater (u. a. am La MaMa in New York) wandte er sich dem Genre Hörspiel zu und inszenierte im Lauf von mehr als viereinhalb Jahrzehnten weit mehr als 300 Stücke.

    Als Bearbeiter dramatisierte er u. a. Krimis von Wolf Haas und Heinrich Steinfest, bearbeitete Texte und Romane von Jura Soyfer und Marie von Ebner-Eschenbach. Götz Fritsch wurde für seine Arbeiten vielfach ausgezeichnet. 2010 wurde er in die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste aufgenommen. (APA, 13.8.2018)

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