Harmlose Austria hat in Salzburg wenig zu melden

    11. August 2018, 19:01
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    Red Bull Salzburg setzt sich im Schlager der Runde ganz sicher mit 2:0 durch. Die Austria bleibt vor allem offensiv hinter den Erwartungen

    Der erste Schlager der noch jungen Saison der Fußball-Bundesliga ist an den Titelverteidiger gegangen: Red Bull Salzburg setzte sich am Samstag in der dritten Runde zuhause gegen Austria Wien mit 2:0 (1:0) durch und thront mit dem Punktemaximum an der Tabellenspitze. Patson Daka (38.) und Munas Dabbur (77.) sorgten für einen verdienten Sieg gegen harmlose Gäste.

    Dabbur traf dabei auch im fünften Saisonpflichtspiel und vollendete eine gelungene Generalprobe für das Rückspiel der Champions-League-Qualifikation am Dienstag gegen Shkendija Tetovo. Salzburg ist damit bereits 30 BL-Heimspiele in Folge ungeschlagen, feierte den fünften Sieg im fünften Saisonpflichtspiel. Die Austria hingegen könnte nach der zweiten Niederlage en suite am Ende der Runde am Sonntag bis auf Platz zehn abrutschen. Dann hat auch Sturm Graz die Chance, mit einem Sieg in St. Pölten mit dem Serienmeister gleichzuziehen.

    Änderungen

    Beide Trainer nahmen im Vergleich zu ihren jüngsten Auftritten drei Änderungen vor: Bei Salzburg kamen Amadou Haidara, Takumi Minamino und Daka anstelle von Xaver Schlager, Hannes Wolf und Reinhold Yabo zum Einsatz. Bei der Austria agierte Debütant Cristian Cuevas als linker Verteidiger, zudem standen Mittelfeldmann Vesel Demaku und Stürmer Bright Edomwonyi erstmals in der in der Startelf. Thomas Salamon, Dominik Prokop und Kevin Friesenbichler blieben dafür auf der Bank.

    Einige Austria-Fans haben mit Ex-Spieler Junuzovic gebrochen.

    Salzburg startete vor 10.734 Zuschauern erwartungsgemäß druckvoll, die erste nennenswerte Gelegenheit fanden aber die Gäste vor: Alexander Grünwald bot Cican Stankovic in der dritten Minute Gelegenheit für eine schöne Parade. Am Ende einer starken ersten Viertelstunde der "Bullen" musste Austria-Goalie Patrick Pentz in extremis eine brandgefährliche Hereingabe Stefan Lainers vor Dabbur bändigen (13.).

    Dann aber kamen die Wiener besser ins Spiel, legten mit viel Aggressivität zumindest jenes der dominanten Hausherren einigermaßen lahm. Lange herrschte in den kritischen Bereichen des Spielfelds Flaute, ehe die fast bis zur Mittellinie aufgerückte Viererkette der "Veilchen" sich quasi selbst abschaffte: Nach einem Abschlag gewann Marin Pongracic das Kopfballduell, und Munas Dabbur bediente den schnellen Daka, der aus gut 17 Metern Pentz gefühlvoll überhob. Zwei Außennetzschüsse von Zlatko Junzovic (43.) und Dabbur (45.) später kam der Austria die Pause wohl durchaus recht.

    Dabbur macht alles klar

    Allerdings gelang es der Elf von Thomas Letsch nicht, sich zu sammeln. Die zweiten 45 Minuten ähnelten den ersten, beim ersten – und letzten – Torschuss für die Gäste seit der dritten Minute verfehlte Michael Madl nach einem Eckball das Ziel (73.). Salzburg gab noch klarer den Ton an, sorgte vorerst aber bis auf zwei gefährliche Hereingaben von Andreas Ulmer (50., 60.) nicht für echte Gefahr. Kurz nachdem Ulmer sein 250. Bundesligaspiel in der 74. Minute beendet hatte, machte Dabbur den Sack zu: Nach Doppelpass mit Junuzovic über die halbe Breite schoss er von der Strafraumgrenze flach und höchst präzise ins rechte Eck ein. (APA, 11.8.2018)

    Fußball-Bundesliga, 3. Runde:

    Red Bull Salzburg – Austria Wien 2:0 (1:0).
    Wals-Siezenheim, Red-Bull-Arena, 10.734, SR Schüttengruber.

    Tore: 1:0 (38.) Daka

    2:0 (77.) Dabbur

    Salzburg: Stankovic – Lainer, Ramalho, Pongracic, Ulmer (73. Todorovic) – Samassekou – Haidara (83. Mwepu), Minamino, Junuzovic – Daka, Dabbur (78. Prevljak)

    Austria: Pentz – Klein, Madl, Igor, Cuevas – Ebner – Demaku (65. Prokop), Grünwald, Matic – Edomwonyi (65. Monschein), Turgeman (84. Friesenbichler)

    Gelbe Karten: Haidara bzw. Edomwonyi, Ebner, Grünwald

    Stimmen:

    Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Es war eine Topleistung meiner Mannschaft von A bis Z. Wir waren extrem präsent, laufstark und haben auch unsere Chancen verwertet. Dinge, die am Mittwoch noch nicht so gut gelaufen sind, wurden heute viel besser umgesetzt."

    Stefan Lainer (Salzburg-Verteidiger): "Der Sieg war verdient, aber ein hartes Stück Arbeit. Sie haben uns das Leben in der ersten Hälfte schwergemacht, wo sie mit hoher Intensivität gearbeitet haben. Unser Selbstvertrauen ist momentan sehr groß."

    Thomas Letsch (Austria-Trainer): "Wir haben uns zwar im Laufe der ersten Hälfte gefangen, ins Spiel gefunden und sie teilweise vor Probleme gestellt, aber ohne Torchancen herauszuarbeiten. In der zweiten Hälfte hat sich die Qualität von Red Bull durchgesetzt. Sie haben die totale Power, sind ein extrem hohes Tempo mit und ohne Ball gegangen. Wir müssen und werden weiter an uns arbeiten, um es ihnen wenigstens ein bisschen schwerer zu machen."

    Michael Madl (Salzburg-Verteidiger): "Wir haben eine gute Partie gegen die beste Mannschaft Österreichs geboten. Vor allem in der ersten Hälfte haben wir wenig zugelassen, hatten einen guten Zugriff auf das Spiel. Über 90 Minuten hat Salzburg aber hochverdient gewonnen."

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      foto: apa/krugfoto

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