Amazon darf womöglich nicht mehr behaupten, in einem Tag zu liefern

    11. August 2018, 16:36
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    In Großbritannien untersucht der Werberat aktuell Kundenbeschwerden

    Nach zahlreichen Beschwerden enttäuschter Kunden zur Weihnachtszeit dürfte Amazon in Großbritannien nicht mehr angeben, ein Produkt bereits am nächsten Tag zu liefern. Der britische Werberat wurde mehrfach informiert, dass das Unternehmen das Versprechen nicht einhalten konnte. Aus diesem Grund ist zu erwarten, dass der Rat entscheidet, dass Amazon bei bestimmten Produkten irreführend wirbt, wie der britische "Guardian" berichtet.

    Ergebnisse in den kommenden Tagen

    Auch alarmierte den Werberat, dass das Unternehmen Kunden dazu aufruft, früher zu bestellen, um eine schnelle Lieferung zu gewährleisten, obwohl dies zum Teil nicht der Realität entspricht. Die Untersuchungsergebnisse des Rates sollten in den nächsten Tagen folgen.

    In Österreich kritisierte kürzlich etwa der Handelsverband, dass Amazon auf den ersten Blick die deutsche Mehrwertsteuer anzeigt, welche niedriger ist. Da Nutzer oft über Preisvergleichsportale zu Onlinehändlern geraten, würden schon wenige Cent ausmachen, welcher Verkäufer angesurft wird. Das sei wettbewerbsverzerrend und auch für Kunden auf der Seite von Amazon irreführend. "Wir brauchen eine Lösung für die teils irreführende Preisauszeichnung durch internationale eCommerce-Plattformen. Davon profitieren nicht nur die Konsumenten, sondern auch die heimischen Handelsunternehmen mit 588.000 Beschäftigten in Österreich", so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands. (red, 11.8.2018)

    • Amazon wird aufgrund von irreführender Werbung in Großbritannien geprüft.
      foto: reuters/rossignol

      Amazon wird aufgrund von irreführender Werbung in Großbritannien geprüft.

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