Zehn Tipps, wie man richtig streitet

    11. August 2018, 11:00
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    Mit diesen Ratschlägen bringen Sie Ihre Argumente an, ohne in einen handgreiflichen Streit verwickelt zu werden

    Eine angeregte Diskussion endet leicht im handfesten Streit, wenn es um emotionale Themen geht. Mit diesen zehn Tipps kommen sie nicht nur unbeschadet durch den verbalen Schlagabtausch, sondern bringen auch Ihre Argumente an:

    Persönlich: Ein Konflikt lässt sich von Angesicht zu Angesicht einfach besser lösen. Bei Diskussionen via SMS, E-Mail oder Facebook fällt die nonverbale Kommunikation weg. Das lässt viel Raum für Missinterpretationen, den Emojis nicht ausfüllen.

    Timing: Pausen sind erlaubt, doch in der Regel sollte das Gespräch fortgeführt werden, bis eine Lösung gefunden wurde. Alle fünf Minuten pausieren und danach neue Anklagen auf den Tisch werfen verhindert ein gutes Streitgespräch.

    Nonverbal: Auf Gestik, Mimik und Körperhaltung sollte bewusst geachtet werden. So vermeidet man das Senden potenziell widersprüchlicher Nachrichten, die falsch ankommen könnten. Scheibenwischergesten im Zweifelsfall also vermeiden.

    Augenhöhe: Mit einer moralischen Selbsterhöhung ist nicht viel erreicht. Dem Gegenüber wird so die Legitimität seiner Ansichten abgesprochen, er oder sie fühlt sich schlecht und reagiert womöglich mit Abweisung oder gar Aggression.

    Fokussiert: Auf irrelevante Details, sehr ausführliche Argumente und endlose Wiederholungen verzichten. Die Tendenz zum Abschweifen kann leicht zu einem endlosen Schlagabtausch gegenseitiger Anschuldigung führen.

    Gefühlvoll: Mit den eigenen Gefühlen hinter dem Berg halten zögert den Konflikt bloß hinaus. Spricht man Gefühle hingegen offen und ehrlich an, kann vonseiten des Gegenübers leichter Verständnis und Empathie entwickelt werden.

    Perspektivenwechsel: Sich in die Situation des anderen einzufühlen hilft, dessen Verhalten zu verstehen. Dabei können offene Fragen helfen. So erhält man am ehesten aufschlussreiche Antworten, die zu einer Lösung führen können.

    Sachlich: Emotional aufgeladene Anschuldigungstiraden vermeiden. Ist ein Argument allerdings schlichtweg falsch oder unverständlich, sollte sachlich darauf hingewiesen werden – solange es zur Konfliktlösung beiträgt.

    Selbstkritisch: Eigene Vorurteile und Ansichten hinterfragen. Auch Fehltritte dürfen und sollen eingestanden werden, so kann man etwas über sich selbst lernen. Wer Schwäche zeigen kann, wirkt zudem sympathisch und nahbar auf das Gegenüber. (Roxane Seckauer, 11.8.2018)

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      foto: apa/afp/pool/john macdougall

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