Freude über Asma al-Assads Brustkrebs: "Bild" beschäftigt Presserat

    10. August 2018, 11:50
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    "Darf man sich freuen, dass Syriens mörderische Mutter Krebs hat?", titelt die deutsche "Bild"

    Hamburg – Die deutsche "Bild" beschäftigt wieder einmal den Presserat. "Darf man sich freuen, dass Syriens mörderische Mutter Krebs hat?", titelt das Boulevardmedium auf seiner Website. Weiter im Text: "Und – in aller Ehrlichkeit – liegt ein Gedanke nicht fern, so schäbig er auch ist. Nämlich: "Das trifft die Richtige!"

    screenshot: bild.de

    Gemeint ist Asma al-Assad, die Ehefrau des syrischen Diktators, Baschar al-Assad. In der Print-Ausgabe der "Bild"-Zeitung wird die Frage gestellt: "Ist das Gottes Strafe für Syriens mörderische Mutter?"

    Der deutsche Presserat erhielt bereits elf Beschwerden von Lesern und Nutzern zu dem Thema, berichtet der Branchendienst meedia.de. Das Selbstkontrollegremium will prüfen, ob der Rat ein Verfahren gegen Bild Online und die Bild einleitet. "Die Leser kritisieren, dass die Schlagzeile möglicherweise die Menschenwürde von Asma al-Assad verletzt, sagt eine Sprecherin.

    In sozialen Medien wird "Bild" für die Art der Berichterstattung ebenfalls heftig kritisiert. Die User werfen der Zeitung Hetze und Niveaulosigkeit vor.

    screenshot: twitter

    (red, 10.8.2018)

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