U-Boot-Mörder Madsen im Gefängnis überfallen

10. August 2018, 11:33
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Der dänische Wissenschafter Peter Madsen bekam einen Schlag ins Gesicht

Kopenhagen – Fast genau ein Jahr nach seinem Mord in einem U-Boot ist der dänische Wissenschafter Peter Madsen im Gefängnis angegriffen worden. Nach dem Vorfall am Mittwoch gehe es ihm den Umständen entsprechend gut, berichtete Madsens Anwältin am Freitag dänischen Medien.

Die Polizei bestätigte lediglich einen Vorfall zwischen einem 18 Jahre alten und einem 47 Jahre alten Gefangenen. Nach einem Schlag ins Gesicht sei der 47-Jährige kurz im Krankenhaus behandelt worden. Der Überfall ereignete sich fast auf den Tag genau ein Jahr nachdem Madsen am 10. August 2017 in seinem selbstgebauten U-Boot die schwedische Journalistin Kim Wall ermordet hat. Er folterte sie, zerstückelte ihre Leiche und warf sie über Bord. Im April wurde er dafür zu lebenslanger Haft verurteilt. Madsen will die Länge der Haft jedoch anfechten, die Berufungsverhandlung beginnt im September.

Umzug beantragt

Madsens Anwältin sagte der Zeitung "B.T.", sie habe beantragt, dass ihr Klient in ein anderes Gefängnis umziehen dürfe. Ob das damit zu tun hat, wie Madsen von seinen Mitgefangenen behandelt wird, blieb zunächst unklar. Das Gefängnis Storström, wo der 47-Jährige derzeit einsitzt, ist eins der modernsten in Dänemark. (APA, 10.8.2018)

  • Peter Madsen am 11. August 2017 nachdem er sein U-Boot versenkt hatte.
    foto: apa/afp/scanpix denmark/bax lind

    Peter Madsen am 11. August 2017 nachdem er sein U-Boot versenkt hatte.

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