Facebook blockiert Links auf Pläne für Waffen aus 3D-Drucker

    10. August 2018, 11:50
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    Das Verbot kommt zeitgleich mit einer Debatte in den USA über den Zugang zu Waffen aus dem 3D-Drucker

    Facebook blockiert auf seiner Plattform ab sofort Links auf Webseiten, die Pläne für 3D-gedruckte Waffen bereitstellen. Der Konzern hat am Donnerstag mitgeteilt, dass er zudem bestehende Inhalte, die dieser neuen Richtlinie nicht entsprechen, löschen wird.

    Nutzer können im News-Feed somit künftig keine Links mehr posten, die auf Webseiten mit Bauplänen für Waffen aus dem 3D-Drucker verweisen. Wie BuzzFeed-News in einem Test herausgefunden hat, führte das Teilen von derartigen Inhalten zu einer "Vielzahl an Fehlermeldungen".

    Facebooks Gemeinschaftsstandards

    Gegenüber BuzzFeed-News bestätigt Facebook: "Das Teilen von Anweisungen zum Drucken von Waffen mit 3D-Druckern ist gemäß unseren Gemeinschaftsstandards nicht erlaubt." Weiters teilt Facebook mit: "Im Einklang mit unseren Richtlinien entfernen wir diese diese Inhalte von Facebook." In den Gemeinschaftsstandards legt Facebook fest, welche Inhalte auf der Plattform verboten sind und entfernt werden.

    Der Verkauf oder Tausch von Waffen ist auf Facebook schon länger verboten. So hält der Konzern in den Gemeinschaftsstandards unter dem Punkt "Regulierte Produkte" fest: "Wir untersagen auf Facebook den Kauf, den Verkauf, das Verschenken, den Tausch und die Weitergabe von Schusswaffen (einschließlich deren Teile oder Munition) unter Privatpersonen." Das Verbot Pläne zu Waffen aus dem 3D-Drucker auf Facebook zu teilen, ist bis dato in den Gemeinschaftsstandards noch nicht explizit erwähnt.

    Debatte über Waffen aus dem 3D-Drucker

    Die neue Facebook-Richtlinie kommt zeitgleich mit einer Debatte in den USA, ob Baupläne für 3D-gedruckte Waffen der Öffentlichkeit zugänglich sein sollen. Mitte Juli erlaubte die US-Regierung nach einer mehrjähriger juristischen Auseinandersetzung eine Plattform, auf der Baupläne für 3D-gedruckte Waffen zur Verfügung gestellt werden. Kurz nach dem Regierungserlass erließ ein Bundesrichter in Seattle eine einstweilige Verfügung, die eine Freigabe von Plänen für Waffen aus dem 3D-Drucker im Internet untersagte. (mapa, 10.08.2018)

    • Der Gründer von Defense Distributed, Cody Wilson, hatte bereits 2013 Pläne für die Herstellung der Schusswaffe "Liberator" auf 3D-Druckern veröffentlicht
      foto: reuters

      Der Gründer von Defense Distributed, Cody Wilson, hatte bereits 2013 Pläne für die Herstellung der Schusswaffe "Liberator" auf 3D-Druckern veröffentlicht

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