Erneut starkes Beben auf indonesischer Insel Lombok

9. August 2018, 13:01
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Gebäude stürzten ein – Keine Tsunami-Warnung

Jakarta – Wenige Tage nach dem verheerenden Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok ist es dort am Donnerstag zu einem neuen schweren Beben gekommen. Der Erdstoß mit einer Stärke von 6,2 ließ erneut einige Häuser einstürzen, wie Augenzeugen und das meteorologische Institut des südostasiatischen Landes mitteilten. Das Institut gab mit Blick auf die Gefahr eines Tsunamis Entwarnung.

Ein AFP-Reporter berichtete von Panik unter den Menschen in einer Notunterkunft im Norden von Lombok. Das Nachbeben ereignete sich laut US-Erdbebenwarte USGS in geringer Tiefe, während Rettungsorganisationen noch nach Überlebenden in den Trümmern des Erdbebens vom Sonntag suchten. Ein Sprecher des indonesischen Katastrophenschutzes sagte, es habe seit Sonntag 355 Nachbeben gegeben.

Der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde tweetet Videos von zerstörten Dörfern auf Lombok.

Offizielle Todeszahl bei 131

Das Erdbeben vom Sonntag mit einer Stärke von 6,9 löschte nach Angaben von Hilfsorganisationen ganze Dörfer aus. Die Zahl der Toten stieg laut offiziellen Zahlen der Behörden am Donnerstag auf 259, lokale Medien berichten aber von bis zu 347 Toten. Mindestens 1.400 Menschen seien schwer verletzt worden, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes. Insgesamt wurden mehr als 270.000 Menschen durch das Beben vertrieben. Die Behörden baten um Medizin, Lebensmittel und sauberes Wasser für die Betroffenen.

Hilfsarbeiter suchen unter den Trümmern noch immer nach Überlebenden und Opfern.

Bereits eine Woche zuvor waren auf Lombok 17 Menschen bei einem Erdbeben der Stärke 6,4 ums Leben gekommen. (Reuters, red, 9.8.2018)

  • Ein Mann auf Lombok blickt auf die Trümmer seines Hauses, das von einem neuerlichen Beben zerstört wurde.
    foto: ap/firdia lisnawati

    Ein Mann auf Lombok blickt auf die Trümmer seines Hauses, das von einem neuerlichen Beben zerstört wurde.

  • Mehr als 270.000 Menschen wurden vertrieben – viele von ihnen leben in Zeltcamps.
    foto: apa/afp/sonny tumbelaka

    Mehr als 270.000 Menschen wurden vertrieben – viele von ihnen leben in Zeltcamps.

  • Unter den Trümmern werden noch zahlreiche Opfer vermutet.
    foto: apa/afp/adek berry

    Unter den Trümmern werden noch zahlreiche Opfer vermutet.

  • Zahlreiche Menschen suchen unter den eingestürzten Häusern nach Habseligkeiten.
    foto: apa/afp/sonny tumbelaka

    Zahlreiche Menschen suchen unter den eingestürzten Häusern nach Habseligkeiten.

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