Ministerrat in Brüssel kostete knapp 50.000 Euro

    8. August 2018, 11:46
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    Grüne Anfrageserie über "teure Klassenfahrt": 59 Personen sind zur Regierungssitzung in die EU-Hauptstadt angereist

    Wien – Die Regierungssitzung in Brüssel am 6. Juni hat genau 48.245,87 Euro gekostet. Das geht aus einer Anfrageserie der Grünen an die Ministerien hervor. Demnach sind für den Ministerrat insgesamt 59 Personen angereist – neben den Ministern also auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Thema des Ministerrats damals war Österreichs EU-Ratspräsidentschaft.

    Die höchsten Reisekosten hatte laut einer Aufstellung der Grünen Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). Das Innenministerium listete Kosten von 8.295,18 für Anreise und Übernachtung von acht Personen (inklusive Staatssekretärin) auf, das Kanzleramt nannte 3.728,16 Euro für insgesamt neun Personen. Gedauert hat die Sitzung von 10.15 bis 11.15 Uhr. Der Grünen-Bundesrat David Stögmüller, der die Anfragen eingebracht hat, spricht von einer "teuren Klassenfahrt". Außerdem kritisieren die Grünen, dass die Regierung für die Flugreisen keine CO2-Kompensation bezahlt habe.

    Als einziges Ressort hat nach Angaben der Grünen das Landwirtschafts- und Umweltministerium eine CO2-Kompensationszahlung gemeldet. "Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus kompensiert bereits seit dem Jahr 2008 sämtliche Dienstreisen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralleitung über die Initiative 'Climate Austria'", heißt es dazu in der Anfragebeantwortung. (APA, 8. 8. 2018)

    • Teurer Ministerrat: Regierung traf sich in Brüssel.
      foto: apa/schlager

      Teurer Ministerrat: Regierung traf sich in Brüssel.

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