High-End-Kopfhörer: Hoher Preis ist keine Garantie für gute Klangqualität

    4. August 2018, 09:16
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    Um edle Klänge ungestört zu hören, muss man nicht tief in die Tasche greifen

    Um edle Klänge ungestört zu hören, muss man nicht tief in die Tasche greifen. Richtig gute Kopfhörer gibt es bereits für 200 bis 300 Euro. Zumal die Klangunterschiede zu Luxusmodellen nicht immer nachvollziehbar sind. Das schreibt das Computermagazin c’t in seiner aktuellen Ausgabe.

    Ohne Kunstkopf

    Für seinen Test hat die c’t-Redaktion acht Kopfhörern zwischen 700 und 2400 Euro einen Vergleich unterzogen: Sie mussten sich mit einem möglichst neutral klingenden Mittelklassemodell messen. Dazu wählte die Redaktion den Sennheiser HD 600, der zu einem Straßenpreis von rund 300 Euro zu haben ist. Die Kopfhörer wurden nicht nur per Kunstkopf vermessen, sondern auch einer aufwendigen Höranalyse mit Terzbändern unterzogen.

    Der Unterschied zwischzen dem Mittelklassenkopfhörer und den teuren Geräten erwies sich als eher gering. Der HD 800 S und HD 820 von Sennheiser für 1600 und 2400 Euro kitzelten wesentlich mehr Details aus der Musik und schafften eine große luftige Bühne. "Der HD 800 S ist ideal für Musikproduzenten, die ihren Mix in allen Details überprüfen wollen. Er eignet sich ebenso für Jazz- und Klassik-Liebhaber", urteilt c’t.

    Leicht verbesserten Räumlichkeit und Detailsauflösung

    Im Bereich unter 1000 Euro konnten sich zwei Modelle von Beyerdynamic vom HD 600 mit einer leicht verbesserten Räumlichkeit und Detailsauflösung absetzen. Bei den übrigen Testkandidaten schränkten hingegen oftmals dumpfe Höhen oder hohle Mitten den Hörgenuss ein – obwohl die Hersteller bis zu 1800 Euro verlangten. Die gebotene Klangqualität konnte die hohen Preise nicht rechtfertigen und war zuweilen deutlich schlechter als beim HD 600.

    "Ein hoher Preis ist keine Garantie für eine gute Klangqualität. Abseits von Tests sollte man Kopfhörer vor dem Kauf mit seinen eigenen Ohren prüfen und mit anderen Modellen vergleichen. Denn je nach eigenen Hörvorlieben und Musikgenres sind manche Kopfhörer besser oder schlechter geeignet", rät c’t. (red, 4.8. 2018)

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      foto: apa
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