Giftiges Schwermetall: VW droht Rückruf von 124.000 Elektroautos

31. Juli 2018, 16:38
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Cadmium-Spuren könnten Probleme bei der späteren Entsorgung machen

Wolfsburg – Volkswagen droht wegen der Verwendung eines von Zulieferern gefertigten Bauteils mit Cadmium-Spuren der Rückruf von 124.000 Elektro- und Hybridautos der Marken Volkswagen, Audi und Porsche. Ein Konzernsprecher sagte am Dienstag, eine entsprechende Rückrufanordnung durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) sei zurzeit "in Klärung".

Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet. Demnach hat VW selbst die Behörde am 20. Juli informiert, dass eine mögliche Nichtkonformität mit der europäischen Altfahrzeuggesetzgebung vorliegen könnte – sie regelt die spätere Entsorgung der Fahrzeuge.

Bei Werkstoffanalysen des in einem Ladegerät enthaltenen Relais war festgestellt worden, dass das entsprechende Bauteil neben Silber pro Gerät auch 0,008 Gramm des giftigen Schwermetalls Cadmium enthalte. Die vom Zulieferer eingereichten Materialdaten hätten keine Angaben über die Cadmium-Verwendung enthalten.

"Die Serienfertigung und die Auslieferung der entsprechenden Fahrzeuge wurden sofort gestoppt, das betroffene Bauteil durch das eines anderen Zulieferers ersetzt und die Fertigung wieder aufgenommen", erklärte ein Volkswagen-Sprecher in einer schriftlichen Stellungnahme. Das eingebaute Cadmium-Teil befinde sich in einem geschlossenen Gehäuse. (APA, 31.7.2018)

  • Noch ist es nicht ganz fix, dass es tatsächlich zu einem Rückruf kommt.
    foto: pa/dpa-zentralbild/jan woitas

    Noch ist es nicht ganz fix, dass es tatsächlich zu einem Rückruf kommt.

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