Ehemals höchster Internetwächter Chinas wegen Korruption angeklagt

    30. Juli 2018, 13:28
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    Lu Wei wird Annahme von Bestechungsgeldern vorgeworfen

    Chinas früherer oberster Internetzensor Lu Wei ist wegen Korruptionsvorwürfen angeklagt worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete, steht er unter Verdacht, Bestechungsgelder angenommen zu haben. Ihm soll nun in der ostchinesischen Stadt Ningbo der Prozess gemacht werden.

    Seit November unter Verdacht

    Lu Wei war bereits im November unter dem Verdacht der Korruption festgesetzt worden. Einzelheiten wurden nicht genannt. Bis 2016 führte der heute 58-Jährige die mächtige Cyber-Verwaltung, die das chinesische Internet zunehmend streng zensiert.

    Soziale Netzwerke und Medien

    Die Behörden sperren nicht nur soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, YouTube und Instagram, sondern blocken auch alle Googledienste sowie Tausende Webseiten wie von der "New York Times", dem "Wall Street Journal" oder von Amnesty und Human Rights Watch. Ein Heer von Zensoren kontrolliert chinesische soziale Medien wie Weibo oder WeChat.

    Zahlreiche Funktionäre betroffen

    Lu Wei ist das jüngste Opfer der von Staats- und Parteichef Xi Jinping angestoßenen Antikorruptionskampagne, über die in den vergangenen Jahren schon zahlreiche Funktionäre gestolpert sind. (APA, 30.07.2018)

    • Lu Wei war Chinas höchster Internetwächter und wurde nun wegen Korruption angeklagt.
      foto: reuters

      Lu Wei war Chinas höchster Internetwächter und wurde nun wegen Korruption angeklagt.

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