Löschen des Waldbrands bei Potsdam könnte noch Tage dauern

Video27. Juli 2018, 16:54
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"Gefahr ist erst einmal gebannt", sagte der Vizelandrat von Potsdam-Mittelmark. Der nahe gelegene Ortsteil Fichtenwalde muss vorerst nicht evakuiert werden

Potsdam – Mit einem pausenlosen Feuerwehreinsatz ist der Waldbrand bei Fichtenwalde in Brandenburg nach Angaben der Behörden unter Kontrolle gebracht worden. Das teilten das Landratsamt des Kreises Potsdam-Mittelmark und die Feuerwehr Freitagfrüh mit. Eine Evakuierung des Ortes wurde nicht nötig.

"Der Brand ist noch nicht gelöscht", teilten die Brandbekämpfer aus Fichtenwalde auf Facebook mit. Es sei "noch viel zu tun". "Es werde noch mehrere Tagen dauern, bis der Brand endgültig gelöscht ist", teilte die Kreisverwaltung am Nachmittag mit. Der Feuerwehr zufolge wurden die Löscharbeiten in dem Waldgebiet unmittelbar an einem Autobahnkreuz südwestlich von Potsdam durch die Munitionsreste aus dem zweiten Weltkrieg "massiv verlangsamt".

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Ein Sprecher des Landratsamts betonte, das ausgedehnte Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden, aber noch nicht vollständig gelöscht. Die Feuerwehr sei die Nacht über im Einsatz gewesen. Brandstellen würden beobachtet, um ein neues Aufflammen zu verhindern. Wegen der Gefahr durch vergrabene Munition kam der Feuerwehr zufolge auch ein Löschpanzer zum Einsatz. Es gab mehrere Explosionen.

Der Brand wütet nach Angaben des Innenministeriums in Potsdam auf einer Fläche von 40 bis 50 Hektar. Wegen der starken Rauchentwicklung und der Löscharbeiten waren die Autobahnen 9 und 10 südwestlich von Potsdam zwischenzeitlich gesperrt worden.

Die von den Behörden veröffentlichten Luftbilder vom Donnerstag zeigten einen großen weißlich-schwarzen Rauchpilz über dem Wald an dem Autobahnkreuz bei Fichtenwalde. Laut Landratsamt waren am Abend 200 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Polizei schickte 80 Beamte. Anrainer wurden aufgefordert, Fenster und Türen wegen des Rauchs zu schließen. Autofahrer sollten das gesamte Gebiet meiden.

foto: apa/afp/dpa/friedrich bungert
Südlich von Berlin sind am Donnerstag dutzende Hektar Kiefernwald in Flammen aufgegangen.

Nach Angaben des Waldbrandschutzbeauftragten Raimund Engel war das Feuer aus unbekannter Ursache seitlich der Autobahn 9 entstanden. Anschließend habe es sich westlich vom Beelitzer Ortszentrum rasend schnell ausgebreitet, sagte er der dpa.

foto: apa/afp/dpa/christian porschmann
Rund 200 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen.

Bereits seit Tagen herrscht in weiten Teilen Brandenburgs höchste Waldbrandgefahr – wie auch an anderen Orten in Deutschland. (APA, red, 27.7.2018)

Der Artikel wird laufend aktualisiert.

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