"Insatiable": Kritiker der neuen Netflix-Serie orten "Fatshaming"

25. Juli 2018, 14:22
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Der Trailer zur Teenagerkomödie löst eine Welle der Kritik aus: Die Serie mache Übergewichtige und Mobbing lächerlich

Wien – Der Trailer von der neuen Netflix-Serie "Insatiable" sorgte wenige Stunden nach Veröffentlichung für große Empörung. "Insatiable" ("Unersättlich") handelt von dem übergewichtigen Mädchen Patty (Debby Ryan), das von den Mitschülern gemobbt wird. "Dank" eines Kieferbruchs nimmt sie über die Ferien ab und kehrt als klassische Highschool-Schönheit zurück.

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Ab da ist der Plot allerdings etwas anders als in der klassischen Highschool-Komödie. Die nunmehr schlanke und in den Augen der Mitschüler und Mitschülerinnen sehr attraktive Patty nimmt Rache: Der Trailer zeigt einige sehr brutale Prügelszenen.

Petition

Ob "Insatiable" ab dem 10. August bei Netflix wie geplant verfügbar sein wird, ist unklar. Über 130.000 Menschen haben bereits eine Petition unterzeichnet, die den Start der Serie verhindern soll. Die Kritikerinnen werfen den Produzenten "Fatshaming" (Diskriminierung der Dicken) vor. Die Serie vermittle, dass "gewalttätige Rache ein legitimes Mittel gegen Mobbing" sei, heißt es.

Der zum Cast gehörende Hollywood Star Alyssa Milano verteidigte die Serie auf Twitter. Man wolle nicht Patty beschämen, sondern mithilfe von Satire zeigen, was Mobbing anrichten kann.

Debby Ryan, ehemaliger Disney-Star, erklärte ebenfalls in einer Stellungnahme, den Serienmachern gehe es "nicht um Fatshaming", sondern darum, die Mobber bloßzustellen und zu sagen "Das ist nicht okay".

Netflix selbst hat sich zu der Kritik bislang nicht geäußert. (red, 25.7.2018)

  • Debby Ryan, ehemaligen Disney-Star, erklärte den Serienmacher wollen "die Mobber bloßstellen".
    foto: tina rowden/netflix

    Debby Ryan, ehemaligen Disney-Star, erklärte den Serienmacher wollen "die Mobber bloßstellen".

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