Ehemaliger Sturm-Manager Heinz Schilcher gestorben

    20. Juli 2018, 13:28
    34 Postings

    71-Jähriger erliegt schwerer Krankheit, als Spieler gewann er mit Ajax Amsterdam zweimal den Europacup der Meister

    Graz – Sturm Graz trauert um seinen ehemaligen Spieler und Manager Heinz Schilcher. Der 71-Jährige starb am Freitag nach schwerer Krankheit, gab der Bundesligist bekannt. Schilcher bestritt bei den Schwarz-Weißen 201 Spiele, später war er in der erfolgreichen Ära von Ivica Osim als Sportdirektor tätig. Von 1992 bis 2006 bekleidete er das Amt.

    1971: Ajax-Neuzugang Heinz Schilcher (2. von links) mit Trainer Stefan Kovacs, Johnny Rep (2. von rechts), Arnold Mühren (rechts) und Ger Kleton.

    Große Zeiten

    In seiner Zeit als Spieler wechselte Schilcher nach Stationen beim GAK und Sturm ins Ausland und war als defensiver Mittelfeldmann Mitglied der großen Mannschaft von Ajax Amsterdam um Johan Cruyff, die Anfang der 1970er-Jahre den europäischen Klubfußball dominierte. 1972 und 1973 holte er mit Ajax, für das er 45 Spiele absolvierte, den Meistertitel. Die Niederländer gewannen 1972 und 1973 auch die Trophäen im Europacup der Meister. Im März 1973 stand Schilcher beim legendären 4:0-Erfolg von Ajax im Viertelfinal-Hinspiel gegen Bayern München auf dem Feld.

    Für Sturm bedeutete der Transfer damals Einnahmen in bislang unbekannten Dimensionen: Eine Million Schilling überwies Ajax für Schilcher. Nächste Woche trifft Sturm in der Champions-League-Qualifikation auf die Niederländer, für die Schilcher später auch als Scout tätig war.

    In Frankreich mit Osim

    Nach seiner Zeit in Amsterdam, wo er auch seine im Vorjahr verstorbene Frau Elin kennenlernte, wechselte Schilcher nach Frankreich, wo er bei Racing Straßburg mit Osim in einem Team stand. 1978 kehrte Schilcher zu Sturm zurück, 1981 verpasste er mit den Schwarz-Weißen nur hauchdünn die Meisterschaft.

    Im Zuge des Prozesses um den ehemaligen Sturm-Präsidenten Hannes Kartnig kam Schilcher 2011 auch vor Gericht. Er wurde schlussendlich zu einer Geldstrafe von 1,9 Millionen Euro verurteilt. (red, APA, 20.7.2018)

    Share if you care.