Pakistans Ex-Premier legt aus Gefängnis Berufung ein

    16. Juli 2018, 15:36
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    Sharif wegen Korruption zu zehn Jahren Haft verurteilt – Anhörungsverfahren beginnt vermutlich am Dienstag

    Islamabad – Drei Tage nach seiner Inhaftierung in einem Hochsicherheitsgefängnis wegen Korruption hat der pakistanische Ex-Premier Nawaz Sharif Berufung gegen das Urteil eingelegt. Es gebe keine Beweise gegen Sharif, hieß es in dem einem Gericht in Islamabad vorgelegten Dokument. Das Anhörungsverfahren beginne vermutlich am Dienstag, sagte einer seiner Anwälte, Saad Hashmi, der dpa am Montag.

    Ein pakistanisches Gericht hatte Sharif, der drei Mal Ministerpräsident war und als einer der mächtigsten Politiker des Landes gilt, vor zehn Tagen in Abwesenheit wegen Korruption zu zehn Jahren Haft verurteilt. Seine Tochter Maryam Nawaz muss für insgesamt acht Jahre ins Gefängnis. Es ging bei dem Urteil in einem von drei Verfahren gegen mehrere Sharifs vor allem um die Finanzierung von teuren Wohnungen in London. Weitere Urteile stehen noch aus.

    Am Flughafen verhaftet

    Vater und Tochter waren in London, wo Sharifs krebskranke Frau in Behandlung ist. Nach der Rückkehr am Freitag wurden Sharif und Maryam Nawaz unter massiven Protesten ihrer Anhänger noch am Flughafen verhaftet. Das Urteil und die öffentliche Verhaftung könnten Auswirkungen haben auf die Chancen von Sharifs Partei bei der Parlamentswahl am 25. Juli.

    Sharif-Anhänger nannten das Gerichtsverfahren eine "politische Verschwörung". Viele vermuten, das mächtige Militär, mit dem Sharif überkreuz liegt, habe die Hände im Spiel gehabt.

    Sharif wurde in dem Gefängnis in Rawalpindi ein Raum der besseren B-Kategorie zugeteilt – er hat zusätzlich einen Ventilator, Stuhl, Tisch, Fernseher und Zugang zu Zeitungen. (APA, 16.7.2018)

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