Essverbot in der U-Bahn: Pro und Kontra aus den Foren

    User-Diskussion16. Juli 2018, 11:32
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    Noch schnell eine Pizzaschnitte und ab in die U-Bahn: Ab September ist das in der Wiener U6 nicht mehr möglich, das Konsumieren stark riechender Speisen ist dann untersagt. Wie stehen Sie zu dem geplanten Verbot?

    "Das Thema Essen ist seit Jahren ein vieldiskutiertes, mit Appellen sind wir da nicht wirklich weitergekommen, und daher werden wir nun erstmals den Schritt eines Verbots gehen, wie es in anderen Städten schon länger Praxis ist", sagt die Wiener Stadträtin Ulli Sima (SPÖ). Die Wiener Linien bereiten bereits eine Info-Offensive vor – ab September soll es dann ein Verbot von stark riechenden Speisen in der U-Bahn-Linie U6 geben.

    foto: christian fischer

    Wie argumentieren die STANDARD-User in der Debatte über das geplante Verbot?

    Pro: User Eug. Amagar

    Essen ist immer ein Problem in öffentlichen Verkehrsmitteln! Ein Apfel, Schokolade oder Keks geht und ist annehmbar. Sandwich und Chips, egal ob Wurstsemmel oder von zu Hause mitgebracht, sollte spätestens am Bahnsteig aufgegessen werden.

    Eigentlich müsste man das, wenn schon so etwas angedacht ist, in jeder U-Bahn-Linie umsetzen und nicht differenzieren. Sicherlich ist die Situation in der U6 am eklatantesten. Soziale Kompetenz bedeutet in erster Linie, sich an die Regeln des Zusammenseins zu halten. Dazu gehört auch die Art und Weise des Verhaltens an geschlossenen Orten, die mitunter massenhaft Menschen beherbergen können. An solchen Orten ist Verzehr von Speisen nicht angebracht. Bei extremem Hunger, was absolut verständlich ist, bitte draußen bleiben und die Speise vor dem Einstieg verzehren.

    Kontra: User Ohama

    Man muss manchmal in sinnvoller Weise seine Freiheiten für andere einschränken. Zum Beispiel muss man akzeptieren, dass eine Mutter auch mit einem schreienden Kind von A nach B kommen muss. Man muss auch akzeptieren, wenn jemand mal mehr Platz für Gepäck braucht, und meiner Meinung nach auch, wenn jemand mal so gestresst ist, dass er nur noch in der U-Bahn Zeit findet, seinen Hunger zu befriedigen. Alle diese Dinge kann man ausnutzen/übertreiben und andere damit unnötig nerven. Aber gerade diese Mitmenschen wird ein Verbot wenig kümmern. Nicht jeder hat so ein stressfreies Leben, dass er sich für Essen immer Zeit nehmen kann.

    Wie ist Ihre Position in dieser Debatte?

    Stört Sie der Geruch von Speisen in öffentlichen Verkehrsmitteln? Gehören Sie zu den Menschen, die auch in den Öffis essen? Was spricht für und was gegen Essen in der U-Bahn? Begründen Sie Ihre Meinung im Forum! (haju, 16.7.2018)

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