Thailändische Höhle: Mannschaft betrauert toten Rettungstaucher

Video15. Juli 2018, 13:24
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Das Gesundheitsministerium veröffentlichte ein Video der Burschen. Am Donnerstag werden sie aus dem Spital entlassen

Bangkok – Die aus einer Höhle in Thailand geretteten Buben und ihr Trainer haben den Tod des bei der Rettungsaktion ums Leben gekommenen Tauchers betrauert. Sie hätten geweint und ihr Beileid schriftlich auf einer Zeichnung des Retters ausgedrückt, teilte das Gesundheitsministerium mit. Wegen der psychischen Belastung seien die Geretteten erst am Samstag über den Tod des Mannes unterrichtet worden.

cbc news
Das thailändische Gesundheitsministerium veröffentlichte erste Bilder aus dem Krankenhaus.

Die zwölf Buben und ihr Trainer befinden sich weiterhin im Krankenhaus, sie sollen am Donnerstag entlassen werden. Sie seien "bei guter Gesundheit" und "frohgemut", sagte der thailändische Gesundheitsminister Piyasakol Sakolsattayatorn am Samstag. Dennoch sollten sich die Buben nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter ausruhen.

Taucher als Held gefeiert

Ihnen sei geraten worden, Zeit mit ihren Freunden und ihrer Familie zu verbringen und Journalisten möglichst keine Interviews zu geben. Interviews könnten Symptome von posttraumatischen Belastungsstörungen auslösen, warnte der Minister.

Die zwölf Fußballer im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihr 25-jähriger Trainer waren am 23. Juni in der Tham-Luang-Höhle von rasch steigenden Wassermassen überrascht worden. Neun Tage später wurden sie gefunden, mit Lebensmitteln versorgt, medizinisch betreut und schließlich nach gut zwei Wochen in der Höhle ins Freie gebracht. Die Rettungsaktion endete am vergangenen Dienstag und sorgte weltweit für Aufsehen.

foto: thailand's ministry of health and the chiang rai prachanukroh hospital via ap
Die Mannschaft mit einer Zeichnung des verstorbenen Tauchers Saman Kunan.

Der ums Leben gekommene Taucher Saman Kunan wurde als Held gefeiert. Er hatte am Aufbau einer Sauerstoffleitung zu der eingeschlossenen Fußballmannschaft mitgearbeitet. Auf dem Rückweg aus der Höhle war ihm selbst nicht genügend Sauerstoff geblieben und er war ertrunken.

Saman war 2006 aus der thailändische Armee ausgeschieden und hatte sich als freiwilliger Helfer an dem Einsatz in der Tham-Luang-Höhle beteiligt. Laut der Facebook-Seite der thailändischen Navy Seals war er Triathlet und ein erfahrener Taucher. (APA, AFP, 15.7.2018)

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