Russischer Agent?

Einserkastl13. Juli 2018, 17:58
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Ein US-Präsident, der die erfolgreichen Institutionen des Westens zusammendrischt wie ein Kind eine Sandburg

So einen US-Präsidenten hat es noch nie gegeben. Einen, der die erfolgreichen Institutionen des Westens zusammendrischt wie ein Kind eine Sandburg. G7, Nato, die EU, die "special relationship" mit Großbritannien. Alles, was seit 70 Jahren Stabilität heißt.

Was ist die Motivation? Der international bekannte Politologe Ivan Krastev macht die innere Ausstattung Trumps dafür verantwortlich. Für ihn gibt es keine "Verbündeten", keine Verpflichtungen, keine Loyalität. Paul Krugman, Nobelpreisträger und "New York Times"-Kolumnist, geht weiter und spricht einen Verdacht aus, der schon seit längerem diskutiert wird: "Ein Teil der Antwort ist, dass alles, was die westliche Allianz schwächt, Wladimir Putin hilft. Wenn Trump nicht buchstäblich ein russischer Agent ist, dann verhält er sich sicherlich bei jeder Gelegenheit wie ein solcher."

Man will das nicht glauben. Noch. Aber es gibt viele Punkte, zwischen denen sich Linien ziehen lassen: Cyberwar gegen Trumps Gegnerin Clinton; russische Investments in Trumps Immobilien; Treffen von Trumps Sohn und Mitarbeitern mit russischen Offiziellen noch vor dem Amtsantritt; Trump ist für den Brexit, empfängt den Brexiteer Nigel Farage; ein britischer Unterstützer des Brexits hat sich x-mal mit russischen Kontaktleuten getroffen.

Klingt nach Verschwörungstheorie? Stimmt. Aber es gab andererseits noch nie einen US-Präsidenten wie Trump. (Hans Rauscher, 13.7.2018)

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