Einzelhandel stoppt Rückgang der Verkaufsflächen

    13. Juli 2018, 16:46
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    Einkaufszentren und Fachmarktagglomerationen machen einen immer größeren Anteil im Handel aus

    Wien – Von besonders positiven Signalen für den österreichischen Einzelhandel sprach Iris Thalbauer, als sie die Ergebnisse der jüngsten von der Wirtschaftskammer (WKO) in Auftrag gegebenen Studie zum Einzelhandel präsentierte. Die Anzahl der Geschäfte ist 2017 demnach nur um ein Prozent auf insgesamt 37.400 zurückgegangen, die Verkaufsfläche blieb sogar konstant.

    Auf rund 14 Millionen Quadratmetern bieten in Österreich Einzelhändler ihre Waren an. Das macht 1,56 Quadratmeter Verkaufsfläche pro Einwohner – Österreich liegt damit auf Platz drei im europäischen Vergleich. Durch den jüngsten Konjunkturaufschwung sind auch die Quadratmeterumsätze gestiegen. Für die Geschäftsführerin der WKO-Sparte Handel zeigt das: "Einzelhändler haben ihr Filialnetz optimiert, unrentable Standorte wurden geschlossen, attraktive Standorte ausgebaut."

    Veränderte Strukturen

    Für Ernst Gittenberger von der KMU-Forschung, die die WKO-Studie erstellt hat, kommt die jüngste Verlangsamung des Filialschwunds etwas überraschend – gerade angesichts der rasant wachsenden Konkurrenz des Onlinehandels. Insgesamt ändert sich die Struktur des Einzelhandels in Österreich. Viele Unternehmen verkaufen sowohl online als auch stationär. Einkaufs- beziehungsweise Fachmarktzentren und Fachmarktagglomerationen machen bereits mehr als die Hälfte der gesamten Einzelhandelsverkaufsfläche aus. (red, 13.7.2018)

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