Satellit kann Luftverschmutzung auf Stadtebene messen

12. Juli 2018, 16:37
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Daten des Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-5P sind frei zugänglich

Köln – Messdaten aus dem All sollen ab sofort wichtige Aufschlüsse über die Luftverschmutzung liefern – von der globalen bis zur lokalen Ebene. Die entsprechenden Daten des Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-5P sind nun frei zugänglich, wie das Deutsche Raumfahrtzentrum DLR in Köln mitteilte.

Durch das hochgenaue Spektrometer Tropomi (Tropospheric Monitoring Instrument) des Satelliten können erstmals sogar Luftverschmutzungen von einzelnen Städten gemessen werden. Sentinel-5P liefert täglich globale Messungen von Ozon, Stickstoffdioxid, Kohlenstoffmonoxid, Aerosol- und Wolkeneigenschaften. Umweltbehörden und Wissenschafter sind auf die Tropomi-Daten angewiesen, um die globalen Herausforderungen Luftverschmutzung und Klimawandel besser verstehen und bekämpfen zu können.

Ausbau

In den kommenden Monaten wird der Sentinel-5P-Service laut DLR laufend erweitert – unter anderem mit globalen Analysen der Konzentrationen von Schwefeldioxid, Formaldehyd und troposphärischem Ozon. Diese Informationen dienen den Angaben zufolge nicht nur der Klimaforschung und Gesundheitsvorsorge, sondern unter anderem auch zur besseren Vorhersage von Vulkan-Aschewolken und damit der Flugsicherheit.

So erfasste der im Oktober 2017 gestartete Sentinel-5P-Satellit am 26. Juni kurz vor Ende seiner Testphase zeitnah den Ausbruch des Vulkans Sierra Negra auf den Galapagosinseln. Genau zum Zeitpunkt des Ausbruchs gegen 20.12 Uhr Ortszeit konnte Sentinel-5P extrem hohe Schwefeldioxid-Konzentrationen über dem Vulkan nachweisen und die Ausbreitung der Gaswolke sehr genau verorten.

Hintergrund

Sentinel-5P gehört zu einer ganzen Flotte von Satelliten, die nach dem englischen Wort für Wächter benannt sind und seit dem Frühjahr 2014 nach und nach auf Erdumlaufbahnen gebracht werden. Dabei ist Sentinel-5P der erste Satellit, der die Erdatmosphäre für das sogenannte Kopernikus-Programm der Europäischen Kommission überwacht. (APA, red, 12. 7. 2018)


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DLR

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