Niederösterreich: Wanderung im Dunkelsteinerwald

    13. Juli 2018, 15:00
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    Die Höchsten im Dschungel von Pater Dungel: Bei Stift Göttweig gibt es Mammutbäume zu sehen.

    Im 19. Jahrhundert war es modern, in Europa Mammutbäume zu pflanzen. Die Samen dafür holte man sich aus Amerika. Auch in Österreich gibt es einige recht stattliche Riesenbäume. Die größte Ansammlung wächst im niederösterreichischen Dunkelsteinerwald, auf dem Eichberg bei Paudorf. Der Göttweiger Pater Adalbert Dungel, der Waldmeister für das Stift war und später Prälat, brachte einige Samen von einer Überseereise mit und pflanzte im Jahr 1880 insgesamt 30 Bäume.

    Heute stehen noch 14 Stück, die anderen seien im Winter 1929 erfroren, erläutert Pater Maurus, Forstmeister und Kämmerer des Stiftes Göttweig. Die Bäume sind mit ihren fast 50 Metern höher als der Rest des Dunkelsteinerwaldes. Oft werden sie "Redwoods" genannt, wobei man so nur Küstenmammutbäume bezeichnet und nicht die hier wachsenden Riesenmammutbäume (Sequoiadendron giganteum). Die niederösterreichischen Ableger wurden in Anlehnung an ihren Pflanzer "Adalbert-Wellingtonia" getauft und sind mit ihren fast 140 Jahren Alter das Highlight dieser Gegend.

    Mammutbäume links

    Die Wanderung startet bei der Kirche St. Blasien in Klein-Wien (gehört zur Ortschaft Furth). Dort rechts rauf, immer auf dem Wanderweg "F2 Waxenberg" bzw. "P3 Paudorfer Rundweg" bleiben. Dabei umrundet man den Waxenberg. Ein Abstecher auf die Spitze dieses Berges wird wegen der Aussicht auf das Stift Göttweig empfohlen; danach muss man wieder auf den Rundweg zurück. Diesen Forstweg immer geradeaus. Im letzten Drittel der Wanderung zweigt ein Weg – leider nicht markiert – nach rechts ab. Gleich dahinter weist ein Schild auf die Mammutbäume links hin.

    Der Weg führt links an den Zäunen rund um die Mammutbäume vorbei und einen schönen Waldlehrpfad mit gelber Markierung entlang bis zu einer weiteren Forststraße, die ebenfalls zum Waldlehrpfad gehört. Weiter geht es links hinunter bis zum Anfang von Paudorf. Dort gleich in eine Sackgasse namens Untere Zellerstraße hinein, bis ans Ende. Durch einen kleinen Wald kommt man zur Kirche St. Blasien zurück. (Johanna Ruzicka, 13.7.2018)

    Weitere Outdoor-Tipps:

    Google Maps: Wandern, Radfahren, Schneeschuh- und Skitouren in Österreich

    Service

    karte: der standard

    Anreise mit Öffis: Der Postbus Nr. 1415 ab Krems/Bahnhofsplatz Nord verkehrt nur Montag bis Freitag. Die Bahnlinie St. Pölten-Krems hat einen Halt in Paudorf.

    Einkehr: Keine Einkehr auf der Strecke. Am Beginn der Wanderung steht das Landgasthof Schickh, ein vielfach ausgezeichnetes Wirtshaus mit schönem Gastgarten (Mi, Do Ruhetag) http://schickh.at. Von dort führt auch ein rot gekennzeichneter, steiler Weg hinauf zum Stift Göttweig, wo es ein großes Aussichtsrestaurant gibt.

    Karte: freytag & berndt, WK071, Maßstab 1:50.000

    • Die Kirche St. Blasien ist Anfang- und Endpunkt dieser Wanderung.
      foto: thomas ruzicka

      Die Kirche St. Blasien ist Anfang- und Endpunkt dieser Wanderung.

    • Zumindest in der ersten Hälfte der Wanderung sind die Wege gut angeschrieben.
      foto: thomas ruzicka

      Zumindest in der ersten Hälfte der Wanderung sind die Wege gut angeschrieben.

    • Blick auf den Waxenberg vom Stift Göttweig aus.
      foto: thomas ruzicka

      Blick auf den Waxenberg vom Stift Göttweig aus.

    • Unbedingt auf den Gipfel des Waxenberg steigen, denn ...
      foto: thomas ruzicka

      Unbedingt auf den Gipfel des Waxenberg steigen, denn ...

    • .... dort hat man einen sehr schönen Ausblick auf das Stift Göttweig.
      foto: thomas ruzicka

      .... dort hat man einen sehr schönen Ausblick auf das Stift Göttweig.

    • Die rund 140 Jahre alten Riesenmammutbäume überragen den Dunkelsteiner Wald.
      foto: thomas ruzicka

      Die rund 140 Jahre alten Riesenmammutbäume überragen den Dunkelsteiner Wald.

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