Minibar: Brown Ale

    Kolumne13. Juli 2018, 15:24
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    Brown Ale war früher ein Bier für nordenglische Industriearbeiter. Brauschneider hat auch eines.

    Manche Bierstile sind eng mit der Kultur verbunden, in der sie konsumiert werden. Brown Ales beispielsweise: Sie galten noch vor 50 oder 60 Jahren als die typischen Biere der nordenglischen Industriearbeiterschaft und der Bergwerkskumpel. Aber die Minen sind lange schon geschlossen, die Stahlindustrie ist abgewandert, und vom Brown Ale blieb lange nur das Newcastle Brown Ale auf dem Markt, das aber auch längst nicht mehr in Newcastle gebraut wird.

    Dieser malzbetonte Bierstil hat aber mit der Craftbeer-Bewegung neue Liebhaber gewonnen, sowohl unter Brauern als auch unter Konsumenten. Denn auch von denen mag ja nicht jeder nur die Hopfenbomben. Brauschneider in Schiltern ist eine der Brauereien, die den Stil wiederbelebt haben – die niederösterreichische Interpretation ist mit 5,3 Prozent etwas stärker als die meisten englischen Vorbilder, es hat eine nussige Röstnote und eine breite Vollmundigkeit, aber nur eine geringe, durch die Hopfenbittere balancierte Süße. Das Bier gibt es bis Mittwoch nächster Woche auch bei den Ottakringer Braukultur-Wochen im Ausschank, denn bis dahin ist Brauschneider auf dem Ottakringer Platz zu Gast. (Conrad Seidl, 13.7.2018)

    Brauschneider Brown Ale, bei Haas & Haas um 2,90 Euro

    Ottakringer Braukultur-Wochen

    • Das malzbetonte Bier wird in Schiltern gebraut.
      foto: conrad seidl

      Das malzbetonte Bier wird in Schiltern gebraut.

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      foto: conrad seidl
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