Deutsche Bank darf Anleihe-Emissionen in China begleiten

    10. Juli 2018, 13:02
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    Damit steigt das deutsche Institut in die Liga von JP Morgan, BNP Paribas und Citi auf

    Frankfurt – Die Deutsche Bank darf einem Agenturbericht zufolge bald Anleihe-Emissionen von Nicht-Finanzunternehmen in China begleiten. Als eines von wenigen ausländischen Instituten soll Deutschlands größtes Geldhaus eine entsprechende Lizenz erhalten, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag.

    Das habe Chinas Ministerpräsident Li Keqiang Bundeskanzlerin Angela Merkel bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am Montag in Berlin zugesagt. Ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigte, dass das Institut eine entsprechende Lizenz beantragt hat. Darüber hinaus wollte er sich nicht äußern.

    Li hatte auf der Pressekonferenz am Montag in Berlin gesagt, China werde sich gegenüber Deutschland im Finanzsektor weiter öffnen. Dabei gehe es auch um Anleihe-Emissionen.

    China ist nach den USA und Japan der drittgrößte Anleihenmarkt der Welt und wächst schnell. Nach Erhalt der Lizenz kann die Deutsche Bank in China in der gleichen Liga wie die Konkurrenten JP Morgan, BNP Paribas und Citi spielen, die bereits als Teil eines Syndikats Anleihe-Emissionen im Reich der Mitte begleiten dürfen.

    Die Großbanken HSBC und Standard Chartered dürfen darüber hinaus bei sogenannte Panda-Bonds, also Anleihen in der Landeswährung Renminbi, von Nicht-Finanzunternehmen eine federführende Rolle einnehmen. (Reuters, 10.7.2018)

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