London baut neues Gericht für Cybercrime-Fälle

    23. Juli 2018, 16:09
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    In dem Gebäude sollen digitale Verbrechen, Betrug und Wirtschaftskriminalität verhandelt werden

    Im Zentrum von London, unweit der Blackfriars Bridge, soll ein neues Gerichtsgebäude emporwachsen. Das hat das britische Justizministerium bekannt gegeben. Verhandelt werden sollen dort schwerpunktmäßig Cybercrime, Betrug und Wirtschaftskriminalität die Jahr für Jahr mehr Aufmerksamkeit von den Behörden fordern.

    Auf der Suche nach einem potenziellen Standort war man bereits seit vergangenem Oktober. Nun steht fest, dass man in Fleetbank House bauen wird. Man erhofft, damit Großbritanniens Position als "globalem Justizhub" zu stärken. Mehr als 200 ausländische Anwaltskanzleien betreiben ein Büro im Land.

    Die Lage des künftigen Gerichts.

    Ersetzt vier Gerichte

    Das neue Gebäude wird auch vier Gerichte ablösen, deren Standorte in die Jahre gekommen sind. Insgesamt 18 Verhandlungssäle sind geplant. Auch eine Polizeistation wird in das Gebäude integriert. Der Bau ist Teil einer Modernisierungsinitiative, die sich die Regierung eine Milliarde Pfund kosten lässt.

    Dabei werden auch bestehende Berichte auf papierlose Verwaltung umgestellt. Personen, die wegen kleineren Vergehen gegen die Straßenverkehrsordnung vor Gericht müssen, können ihre Erstaussagen mittlerweile online einreichen. Auch andere Anträge, etwa die Einreichung von Scheidungen lassen sich nun über das Netz erledigen.

    Vor dem Bau werden nun die letzten Genehmigungen und Details der Finanzierung geklärt. Aktuell geht man davon aus, das neue Gericht im Jahr 2025 eröffnen zu können. (red, 23.07.2018)

    Links

    gov.uk

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      Man geht davon aus, den Bau bis 2025 abschließen zu können.

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