Diese Frau ist bei Google dafür verantwortlich, wie Emojis aussehen

    9. Juli 2018, 10:59
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    Jennifer Daniel plauderte über ihre Arbeit und über Emojis allgemein aus dem Nähkästchen

    Jennifer Daniel ist bei Google für die Emojis bei Android zuständig. Ihre Aufgabe ist es nicht, neue Emojis zu gestalten, dies übernimmt das unabhängige Unicode Consortium. Sie ist allein dafür zuständig, dass die Emojis einen eigenen Google-Look haben. Hier kocht ja bekanntlich jeder größerer Hersteller sein eigenes Süppchen – Apple, Microsoft und Samsung haben etwa alle eigene Emojis.

    Worauf Apple Wert legt

    "Emojis machen mittlerweile eine Marke aus", sagt Daniel gegenüber CNBC. Apple soll laut der Google-Chefin einen Fetisch für Design haben – dementsprechend strebt der Konzern Realismus an. Bei Google würde man dagegen darauf achten, dass die Emojis den Usern ein Lächeln auf die Lippen zaubern. "Unsere Emojis sind mehr im Cartoon-Look. Samsung hingegen ist stark beeinflusst von Anime", führt die Emoji-Chefin weiter aus.

    foto: screenshot/webstandard
    So unterschiedlich sehen die Emojis aus.

    Keine Kommunikation zwischen Herstellern

    Daniel hat auch eine Erklärung dafür, wieso die Emojis so unterschiedlich aussehen. So würde es zwischen den Herstellern fast keine Kommunikation geben, wenn das Unicode Consortium eine neue Liste veröffentlicht. Die Emoji-Design-Chefin muss sich somit damit auseinandersetzen, wie Apple & Co. ihre Emojis designen werden. Wirkliche Anhaltspunkte hat sie keine, sie muss somit selber einschätzen, wie diese aussehen werden.

    Welches Emoji sich die Menschen wünschen

    Das meistgewünschte Emoji wäre übrigens ein Paar, bei dem das Pärchen eine unterschiedliche Hautfarbe aufweist. "Die Menschen wollen sich einfach selber als Emoji sehen", sagt Daniel. Sie wünscht sich für die Zukunft, dass die Emojis noch mehr angepasst werden können. "In Zukunft werden wir uns nicht mehr nur damit auseinandersetzen, neue Emojis zu schaffen, sondern auch, wie wie wir mit diesem interagieren und diese kombinieren", fügt sie hinzu.

    Diese Design-Entscheidung brachte Daniel bereits einen Mini-Shitstorm ein.

    Mini-Shitstorm für Salat-Emoji

    Das Lieblings-Emoji der ehemaligen Mitarbeiterin der New York Times ist der Cowboy. Am wenigsten mag sie das Emoji, das eine Umarmung signalisieren soll. Hauptsächlich, weil dieses auf jeder Plattform unterschiedlich aussieht. Ihren ersten Mini-Shitstorm hat sich die Designerin auch schon mit einem Emoji eingehandelt. Sie sagte auf Twitter, dass beim Salat-Emoji nun das Ei entfernt werde, um auch Veganer zu inkludieren. In weiterer Folge ärgerten sich etliche User über die Entscheidung – "Menschen haben bei Emojis eine starke Meinung", kommentiert Daniel die damalige Aufregung. (red, 09.07.2018)

    • Jennifer Daniel auf Twitter.
      foto: screenshot/webstandard

      Jennifer Daniel auf Twitter.

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