Tirol: Bis Freitag Grenzkontrollen bei Einreise nach Österreich

9. Juli 2018, 05:46
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Seit Mitternacht gibt es Sichtkontrollen sowie stichprobenartige Kontrollen an wichtigen Übergängen in Tirol. Außerdem gibt es verstärkte Überwachung des Luftraums

Innsbruck – Das Treffen der Innen- und Justizminister der EU am Donnerstag und Freitag in Innsbruck hat seit Montag vorübergehende Grenzkontrollen bei der Einreise nach Tirol zur Folge. Durchgeführt werden Sichtkontrollen, bei denen die Fahrzeuge auf Tempo 30 abbremsen müssen, sowie Stichprobenkontrollen.

Im Zuge der Kontrollen etwa am Autobahngrenzübergang Kufstein/Kiefersfelden oder am Brenner bleiben etwa zwei Spuren offen, wurde am Sonntag seitens der Polizei betont. "Wir werden schauen, dass der Verkehr so wenig wie möglich beeinflusst wird, können es aber auch nicht ganz ausschließen", sagte Sprecher Stefan Eder angesichts der Tatsache, dass die Kontrollen mitten in die Haupturlaubszeit fallen. Bei den stichprobenartigen Kontrollen würden die Fahrzeuge jeweils auf Parkplätze hinausgeleitet.

Ausschließlich Einreise betroffen

Die Kontrollen würden sämtliche wichtigen Übergänge mit Ausnahme Osttirols betreffen und ausschließlich bei der Einreise nach Österreich durchgeführt. Die temporären Maßnahmen begannen am Montag um 0 Uhr und enden am Freitag um 24 Uhr. "Man muss auf jeden Fall Reisedokumente bei sich haben und darf nur die Grenzübergangsstellen benutzen", betonte Eder. Über die "grüne Grenze" dürfe nicht eingereist werden.

Am Brenner liegt zudem – für den Fall der Fälle – ein etwa 400 Meter langer Zaun bereit, der Teil des vor zwei Jahren dort installierten Grenzmanagements ist. An dessen Einsatz sei aber nicht gedacht, erklärte der Sprecher und betonte, dass die temporären Kontrollen nicht in Zusammenhang mit den Grenzdebatten rund um die Migrations- und Flüchtlingskrise stehen.

26 Flugzeuge und Hubschrauber

Überdies wird das Bundesheer den Luftraum über Tirol verstärkt überwachen. Dafür werde über Teilen des Bundeslandes ein Flugbeschränkungsgebiet errichtet, hieß es in einer Aussendung am Montag.

Darunter befinden sich laut Heeresangaben 14 Flächenflugzeuge und zwölf Hubschrauber. Vorwiegend sollen Patrouillenflüge zur Überwachung des Luftraumes und zur Identifizierung von Luftraumverletzungen durchgeführt werden.

Die Errichtung des Flugbeschränkungsgebietes und die verstärkte Überwachung des Luftraumes wird auf Ersuchen des Innenministeriums durchgeführt, hieß es. Die Operation in Innsbruck ist die erste von sechs Schutzvorkehrungen im Zuge des österreichischen EU-Ratsvorsitzes.

Vom 11. bis 13. Juli könne es vor allem über Tirol zu einem erhöhten Flugaufkommen kommen. Das Bundesheer ersuchte die Bevölkerung um Verständnis.

(APA, red, 9.7.2018)

  • Die temporären Maßnahmen enden in der Nacht auf Samstag.
    foto: apa/markus wimmer

    Die temporären Maßnahmen enden in der Nacht auf Samstag.

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