Renault Kangoo Z.E.: Einladen, ausladen, aufladen

    22. Juli 2018, 09:00
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    Der Renault Kangoo Z.E. 33 musste im Test ordentlich herhalten, Möbel packen und Autobahn fahren

    Wien/Burgenland – Je größer das Auto, desto mehr Freunde hat man. Kaum machte es die Runde, dass ein kleiner Nutzi im Fuhrpark ist, rührten sich Hinz und Kunz. Der Hinz wollte schon lange zum Möbeldiskonter, der Kunz erzählte erst beiläufig von der neuen Wohnung und noch beiläufiger von der Chance, beim Umzug zu helfen.

    foto: guido gluschitsch
    Der Kangoo Z.E. kommt mit dem großen Akku über 200 Kilometer weit, packt riesige Mengen Möbel, nur eine gnadenlose Schönheit ist er nicht. Macht aber nix. Wir lieben ihn trotzdem

    Als der Hinz draufkam, dass der Renault Kangoo einen E-Antrieb hat, fürchtete er auf der Stelle, dass wir gar nicht in die SCS und zurück nach Wien kommen würden. Dabei machte der Wagen sogar die An- und Rückreise aus dem Burgenland mit.

    foto: guido gluschitsch
    Der Innenraum ist funktionell.

    Der Kangoo Z.E. 33 hat, wie der Name schon andeutet, eine 33-kWh-Batterie. Die reichte im Test für weit über 200 Kilometer. Das heißt, der Kangoo hing immer wieder an der Steckdose, da waren die Akkus noch nicht einmal halb leer. Das eine Mal mitgerechnet, als die Ladung in der Redaktion nicht klappte, weil das Getriebe nicht auf P stand. Dann lädt der Renault-Nutzi nicht. Warnt aber auch nicht, dass er nicht lädt.

    foto: wolf-dieter grabner
    Anstecken allein reicht nicht. Der Wagen muss auch sicher stehen.

    Macht nichts. Bei der SCS war die Ladesäule ziemlich frei. Ziemlich deswegen, weil sich der Kangoo auf einem halben Parkplatz einfinden musste, weil der Fahrer des Tesla daneben nicht sooo gut einparken konnte und arg viel Platz brauchte.

    foto: wolf-dieter grabner
    Zwischendurch einmal laden geht recht einfach, wenn ein Platz frei ist – und eine Säule.

    Schön auch der Umzug mit Kunz. Jetzt wird zum einen der Akku nicht leer, und man muss noch eine Tour fahren und noch eine. Zum anderen lassen sich die Rücksitze so umlegen, dass ein ebener Ladeboden entsteht und 3400 Liter reinpassen. Nach der fünften Tour schleifen einem die Hände beim Gehen regelrecht am Boden. Weil: Auch wenn der Elektro-Kangoo mit der dicken Batterie und den fünf Sitzen 1630 Kilo wiegt, hat er immer noch eine Nutzlast von 640 Kilo. Das in Büchern und Küchenutensilien mal fünf, drei Stockwerke runter, drei wieder rauf, frage nicht.

    foto: wolf-dieter grabner
    Wer ein großes Auto hat, braucht sich um seine Freizeit nicht zu kümmern.

    Fragen wir lieber nach dem Preis. Kangoo Maxi Z.E. 5-Sitzer mit Batteriekauf: 35.580 Euro. Mit Mietbatterie: 28.140 Euro und monatlich mindestens 58 Euro. (Guido Gluschitsch, 22.7.2018)

    foto: guido gluschitsch
    Die Batterie für den Renault Kangoo Z.E. kann man kaufen oder mieten.

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    Renault

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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