Kinderlos oder Großfamilie: Wie schaut das in Ihrer Familie aus?

    User-Diskussion11. Juli 2018, 07:31
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    Eines, zwei, mehr oder gar keine Kinder? Rationale, gefühlsmäßige oder medizinische Entscheidung? Welche Überlegungen stellen Sie bei der Familienplanung an?

    Sieht man sich auf Spielplätzen um, könnte man meinen, die Statistiken über sinkende Kinderzahlen, häufige Kinderlosigkeit und Ein-Kind-Familien seien völlig aus der Luft gegriffen. An der Schaukel taucht eine hochschwangere Mama gerade ihr Kind an. Auf der Straße wird ein Zwillingskinderwagen, mit einem größeren Geschwisterchen auf dem Buggyboard stehend, geschoben. Aber natürlich ist der Blick im Alltag ein sehr subjektiver, Zahlen objektivieren.

    In Österreich kommen im Jahr 1940 geborene Frauen auf eine durchschnittliche Kinderzahl von 2,16. Bei den 1970 geborenen Frauen sinkt diese Zahl auf 1,67. Die Gründe sind zum einen der Anstieg der Zahl kinderloser Frauen von 13 auf 19 Prozent. Zum anderen ist der Anteil der Frauen mit drei und mehr Kindern von 33 auf 19 Prozent gesunken, während der Anteil der Gruppe mit zwei Kindern von 32 auf 39 Prozent gestiegen ist, so Forscherinnen und Forscher des Instituts für Demographie der Akademie der Wissenschaften (ÖAW). In Westdeutschland ist zwar die Kinderzahl ähnlich von 1,96 auf 1,54 gesunken. Der Anteil der Kinderlosen wuchs aber viel stärker als in Österreich und verdoppelte sich von zwölf auf 25 Prozent.

    Kinder oder keine: Eine individuelle Entscheidung

    Kinderlosigkeit und Ein-Kind-Familien können viele Gründe haben. So beschreibt eine Userin mögliche Ursachen dafür:

    Neben der unfreiwilligen Kinderlosigkeit gibt es auch Menschen, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden beziehungsweise keinen Kinderwunsch verspüren, so wie dieser User:

    In die Familienplanung fließen neben dem Kinderwunsch auch rationale Faktoren wie finanzielle Situation, Wohnungsgröße und Arbeitsumfeld ein. Und oft bestimmen diese Parameter auch die Anzahl der Kinder, die man in die Welt setzt. Bei User "Aimio" wuchs die Familie auf drei Kinder an:

    Plan oder Zufall?

    Haben Sie die Größe Ihrer Familie bewusst geplant? Hat Sie die Größe Ihrer Herkunftsfamilie dahingehend geprägt, dass Sie eine ähnlich große Familie gründen wollten? Spielt die finanzielle Situation bei der Familienplanung eine Rolle? Wie sehr nervt es Sie, falls Sie kinderlos sind, auf diesen Umstand angesprochen zu werden? Erzählen Sie im Forum von Ihrer Familienplanung und Familiengröße! (haju, 11.7.2018)

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