So wird das Urlaubsgeld geschont

    5. Juli 2018, 14:02
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    Im Urlaub sollte man sich über Geld keine Sorgen machen müssen. Damit dem so ist, gehört der Umgang damit geplant

    Wien – Die schönste Zeit im Jahr sollte nicht getrübt werden von Gedanken, ob sich die Bankomat- oder Kreditkarte besser zum Zahlen eignet, oder weil man sich darüber sorgt, ob die Reiseversicherung die Kosten deckt, wenn das Date mit der Qualle zu intensiv war. Viele Fragen lassen sich vor Urlaubsantritt klären:

    • Geldwechsel Wer mit viel Bargeld reist, riskiert einen Totalverlust seines Urlaubsbudgets, wenn dieses gestohlen wird. Wie viel Geld man bei Reiseantritt bei sich haben sollte und wie viel man sich vor Ort organisiert, hängt wohl auch von der individuellen Risikobereitschaft ab. Es lohnt sich, noch vor Urlaubsantritt bei der Hausbank Geld zu wechseln. Vor allem ein wenig Bares für erste Getränke, Snacks oder die Taxifahrt sollten mitgeführt werden. Vorab zu prüfen sind mögliche Bargeldobergrenzen im Reiseland. So können etwa in Italien Rechnungen, die mehr als 1000 Euro ausmachen, nur noch mit Kreditkarte, Bankomatkarte oder per Überweisung beglichen werden.

    • PIN-Codes Diese sollten Karteninhaber auswendig wissen. Nicht ratsam ist es, Zettel mit PIN-Codes in der Geldbörse zu haben. Wird diese gestohlen und ist auch die Karte im Portemonnaie, haben es Diebe besonders leicht. Bis man den Diebstahl bemerkt, kann vom Konto behoben bzw. mit der Karte bezahlt werden. Im Falle von Verlust oder Diebstahl müssen Karten sofort gesperrt werden. Ratsam ist es, die wichtigsten Hotlines im Handy zu speichern.

    • Bezahlen/Abheben Das Bezahlen mit Bankomat- und Kreditkarten in Euro-Ländern ist kostenlos. Banken raten: Bei Kartenzahlungen in Nicht-Euro-Ländern sollte in Landeswährung bezahlt werden. Bargeldbehebungen mit Kreditkarten aufgrund der relativ hohen Gebühren sollten vermieden werden. Geldbehebungen außerhalb des Euro-Raumes sind mit der Bankomatkarte am günstigsten. Daher sollte am Automaten auf die angebotene Umrechnung in die Heimatwährung verzichtet werden. Generell gilt: Bei Bargeldbehebungen immer darauf achten, ob der Bankomatbetreiber ein zusätzliches Entgelt für die Behebung verlangt. Darauf wird vor der Behebung hingewiesen und der Vorgang kann dann immer noch abgebrochen werden.

    • Geocontrol Den Service Geocontrol haben alle Besitzer einer österreichischen Bankomatkarte. Diese Funktion verhindert, dass der Magnetstreifen auf der Karte bei Abhebungen am Bankomaten ausgelesen werden kann. Diese Betrugsfälle ("Skimming") konnten seit der Einführung von Geocontrol im Dezember 2015 stark reduziert werden, heißt es etwa aus der Erste Group. Wie eine Umfrage des Instituts zeigt, kennen aber nur 36 Prozent der Österreicher diese Funktion. Sich darüber zu informieren macht aber Sinn. Denn aufgrund des Geocontrols sind außerhalb der EU Bargeldabhebungen mit der Bankomatkarte nicht möglich – das GeoControl muss für bestimmte Länder (etwa USA) daher deaktiviert werden. Das geht bei der Bank oder online. Die Dauer der Deaktivierung kann festgelegt werden, danach ist dieser Schutz automatisch wieder aktiv.

    • Zahlungslimit anpassen Wer im Urlaub gerne shoppen geht, sollte die Zahlungslimits seiner Bankomat- und Kreditkarte prüfen und gegebenenfalls anpassen. So kann sichergestellt werden, dass auch größere Summen beglichen werden können. Das ist vor allem wichtig in den Ländern mit Bargeldobergrenzen – wenn etwa das Quartier bargeldlos zu begleichen ist.

    • Reiseversicherung Die mögliche Reiseversicherung im Rahmen der Kreditkartenverträge gehört im Vorhinein geprüft. Wer einen Abenteuerurlaub plant, sollte sicherstellen, welche Risiken und Folgen gedeckt sind. Eventuell muss hier an eine zusätzliche Reiseversicherung gedacht werden.

    • Reiseschecks In Österreich sind sie zwar seit Jahren nicht mehr erhältlich, allerdings sind noch einige im Umlauf. Wer noch alte Reiseschecks hat, sollte handeln. Jene von American Express können noch bis zum 30. Juli in Erste-Bank-Filialen eingelöst werden. Danach gibt es kaum noch Akzeptanzstellen in Österreich, die diese annehmen. (Bettina Pfluger, 5.7.2018)
    • Die Seele baumeln lassen. So soll Urlaub sein.
      foto: dpa / karl-josef hildenbrand

      Die Seele baumeln lassen. So soll Urlaub sein.

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