2:1 – Uruguay dank Cavani-Doppelpack im Viertelfinale, Portugal out

    30. Juni 2018, 22:01
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    Die defensiv und offensiv starke Celeste weist den Europameister und Ronaldo in die Schranken. Im Viertelfinale gegen Frankreich

    Sotschi – Nach Frankreich ist am Samstag auch Uruguay ins Viertelfinale der Fußball-WM eingezogen. Die Südamerikaner gewannen in Sotschi das Achtelfinale gegen Europameister Portugal durch Tore von Edinson Cavani (7., 62.) beziehungsweise Pepe (55.) mit 2:1 (1:0) und treffen nun in der Runde der letzten acht am Freitag (16.00 Uhr) in Nischni Nowgorod auf die "Equipe Tricolore".

    Aus für Messi und Ronaldo an einem Tag

    Damit haben sich die beiden Superstars des vergangenen Jahrzehnts bei ihrer wohl letzten WM bereits in der ersten Runde der K.o.-Phase verabschiedet – nach Lionel Messi muss auch Cristiano Ronaldo die vorzeitige Heimreise antreten. Seine Weltmeisterschaftsbilanz lautet Semifinale (2006), Achtelfinale (2010, 2018) und Gruppenphase (2014).

    Der Abschied des 33-Jährigen wurde schon in der Anfangsphase eingeleitet, und zwar durch ein sehenswertes Zusammenspiel der beiden Topstürmer Uruguays. In der siebenten Minute schlug Cavani einen über 40 Meter weiten Wechselpass auf Luis Suarez, der Barcelona-Goalgetter bedankte sich mit einer Maßflanke und Cavani beförderte den Ball mit einem unorthodoxen, weil nicht optimal getroffenen Kopfball aus kurzer Distanz ins Tor.

    Danach vermittelte Uruguay den etwas stärkeren Eindruck. Der zweifache Ex-Weltmeister überzeugte durch gewohnte Zweikampf- und Defensiv-Stärke und kam auch das eine oder andere Mal vielversprechend vor das portugiesische Tor. In der 22. Minute hatte Goalie Rui Patricio bei einem Suarez-Freistoß Mühe, kurz vor der Pause schoss Cavani aus spitzem Winkel am kurzen Eck vorbei.

    Portugal war bemüht, gegen den kompakten Gegner gab es jedoch nur äußerst selten ein Durchkommen. Mit Ausnahme eines relativ harmlosen Weitschusses von Ronaldo ging es in Uruguays Strafraum in der ersten Hälfte ruhig zu.

    Erstes Gegentor nach 597 Länderspiel-Minuten

    Das sollte sich nach der Pause ändern, denn Portugal agierte druckvoller und erntete dafür in der 55. Minute den Lohn. Nach kurz abgespieltem Eckball und Flanke von Raphael Guerreiro sorgte Pepe per Kopf für den Ausgleich. Es war das erste Gegentor für Uruguay nach 597 Länderspiel-Minuten – zuletzt hatte Louis Schaub bei Österreichs Testmatch-2:1 im vergangenen November die Abwehr der Südamerikaner überwunden.

    Sieben Minuten später jedoch konnte Pepe einen Abstoß von Muslera nicht klären. Rodrigo Bentancur nützte die Gelegenheit und legte für Cavani auf, der mit einem sehenswerten Schlenzer ins lange Eck auf 2:1 für Uruguay stellte. Der Arbeitstag des Doppeltorschützen war dann in der 74. Minute beendet, allerdings unfreiwillig. Cavani musste offenbar wegen einer Wadenverletzung vom Platz.

    Ohne den Angreifer von Paris St. Germain war es um die Torgefahr Uruguays geschehen. Man beschränkte sich nur noch darauf, das Resultat im Stil einer Handball-Mannschaft über die Zeit zu bringen – was auch ohne gröbere Probleme gelang. (APA, 30.6.2018)

    Fußball-WM in Russland, Achtelfinale:

    Uruguay – Portugal 2:1 (1:0). Sotschi, Fischt-Stadion, SR Palazuelos (MEX)

    Tore:
    1:0 ( 7.) Cavani
    1:1 (55.) Pepe
    2:1 (62.) Cavani

    Uruguay: Muslera – Caceres, Gimenez, Godin, Laxalt – Nandez (81. Sanchez) , Bentancur (63. Rodriguez), Torreira, Vecino – Suarez, Cavani (74. Stuani)

    Portugal: Rui Patricio – Ricardo, Pepe, Fonte, Guerreiro – B. Silva, Adrien Silva (65. Quaresma), Carvalho, Joao Mario (84. M. Fernandes) – Guedes (74. Andre Silva), Ronaldo

    Gelbe Karte: Ronaldo

    • Cavani: 1:0
      foto: apa/afp/pierre-philippe marcou

      Cavani: 1:0

    • Pepe: 1:1
      foto: reuters/jorge silva

      Pepe: 1:1

    • Cavani zum Zweiten: 2:1, Sieg für Uruguay und Qualifikation für das Viertelfinale.
      foto: ap/darko vojinovic

      Cavani zum Zweiten: 2:1, Sieg für Uruguay und Qualifikation für das Viertelfinale.

    • Für Ronaldo und Portugal war es die Abschiedsvorstellung.
      foto: reuters/murad sezer

      Für Ronaldo und Portugal war es die Abschiedsvorstellung.

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