Schwedisches Wohnviertel mit Boot- statt Carsharing

    Ansichtssache24. Juli 2018, 07:00
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    In Västerås, einer wachsenden 110.000-Einwohner-Stadt an der Mälaren-Bucht, zeigt sich der Wandel von einer Industrie- zu einer Hochschulstadt mit extravaganten Details im Wohnbau

    visualisierung: c.f. møller

    Rund hundert Kilometer westlich von Stockholm liegt die 110.000-Einwohner-Stadt Västerås mit dem aufstrebenden Stadtteil Öster Mälarstrand – direkt am Wasser, gleich an der Mälaren-Bucht. Früher galt die Stadt als Industriestadt, heute ist sie im stetigen Wandel hin zur Hochschulstadt und bei Studenten sehr beliebt.

    Hier entsteht ein neues, modernes Wohnviertel, das laut dem mit dessen Planung betrauten Architektenteam des Büros C. F. Møller als natürliche Erweiterung des Stadtzentrums zu sehen ist. Eine der Besonderheiten: Für die künftigen Bewohner wird es am Ufer des Sees Elektroboot-Sharing geben.

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    foto: c.f. møller

    Im Rahmen des Projekts sollen vorerst bis Ende des Sommers 99 neue Wohnungen entstehen. Der weitere Plan für das ganze Gebiet sind 700 Wohnungen mit dazugehörigem Hafen für Bewohnerboote. Eines der Gebäude ist ein neunstöckiges Hochhaus aus Holz.

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    foto: c.f. møller

    Die tragenden Wände, Stützbalken, der Liftschacht und das Stiegenhaus sind aus Holz. Damit ist es eines der höchsten derartigen Gebäude Schwedens.

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    foto: c.f. møller

    Das gemeinschaftliche Projekt von C. F. Møller Architects, Slättö Förvaltning und Byggbolaget bietet auch noch andere ökologische und nachhaltige Aspekte wie Regenwassersammlung und -speicherung.

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    foto: c.f. møller

    Für die Menschen, die hier bald inmitten grüner Umgebung einziehen werden, gibt es noch etwas nicht Alltägliches, vermutlich besonders für junge Menschen und Kochunwillige interessant: Ein Chilled Room im Eingangsbereich im Erdgeschoß soll dazu dienen, Essensbestellungen entgegenzunehmen und – durchaus gesellig – auch gleich dort zu verputzen. (adem, 24.7.2018)

    Link

    cfmoller.com

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