USA wollen weltweite Ölimporte aus dem Iran auf null reduzieren

    26. Juni 2018, 18:17
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    Embargo soll ab dem 4. November gelten – Sanktionen für Länder, die sich nicht daran halten

    Washington – Die USA wollen nach ihrem Austritt aus dem Atomabkommen mit dem Iran dem Land mit einem Totalembargo beim Öl die wichtigste Einnahmequelle nehmen. Es sei richtig, dass die USA mithilfe eines strikten Sanktionsregimes Ölimporte anderer Länder aus dem Iran auf null reduzieren wollen, sagte ein ranghoher Beamter des US-Außenministeriums am Dienstag in Washington.

    Ziel sei der 4. November. Gegen Staaten, die dem nicht Folge leisteten, würden dann Sanktionen verhängt, sagte der Vertreter des Außenministeriums. Ausnahmen werde es nicht geben.

    "Wir werden in etwa einer Woche mit unseren Partnern im Nahen Osten in Kontakt treten, um sicherzustellen, dass das weltweite Ölangebot nicht betroffen sein wird", sagte der Beamte. Die USA seien sich im Klaren, dass dies bei den US-Verbündeten nicht nur auf Zustimmung stoßen werde, besonders bei Ölimporteuren. "Der Grund, warum sie es dennoch machen werden, ist ihre Beziehung zu uns", betonte er. Grundsätzlich seien alle Länder betroffen, es stünden Gespräche unter anderem mit China, Indien und der Türkei bevor.

    "Maximaler ökonomischer Druck"

    US-Präsident Donald Trump hatte im Mai den einseitigen Rückzug seines Landes aus dem Atomabkommen mit dem Iran angekündigt und im Rahmen des Abkommens ausgesetzte Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik wieder eingesetzt. Trump hatte in den vergangenen Tagen von ersten Erfolgen der Politik gesprochen, die der Beamte des Außenministeriums als "Strategie des maximalen ökonomischen Drucks" bezeichnete.

    "Der Iran ist ein anderes Land, seit wir ausgestiegen sind", sagte Trump. Teheran habe sein aggressives Verhalten in der Region bereits geändert. Nach Überzeugung des Außenministeriums bekommt die Regierung in Teheran auch den Druck aus der eigenen Bevölkerung über die wirtschaftliche Situation zu spüren. Die Menschen im Iran seien es leid, ständig die Folgen der Politik elitärer Kleriker ausbaden zu müssen. (APA, 26.6.2018)

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