Was Unternehmen für Fachkräfte attraktiv macht

    26. Juni 2018, 11:33
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    Nähe zum Wohnort sowie eine gute Anbindung sind Fachkräften wichtig, Unternehmensgröße und Bekanntheit haben eine geringer Bedeutung.

    Nähe zum Wohnort, Umgang auf Augenhöhe und ein ehrliches Danke vom Chef: Fachkräfte wollen keine Extravaganz, wenn es um Benefits, Arbeitgeberattraktivität oder um Mitarbeiterbindung geht. Das zeigt eine aktuelle Studie des Personalunternehmens Suite&Co.

    Für die Erhebung wurden mehr als 800 Fachkräfte und 50 Personaler befragt. Die Nähe zum Wohnort und eine gute Anbindung sind, so die Erhebung, für Arbeitnehmer das wichtigste Kriterium, einen Arbeitgeber als attraktiv zu bewerten. Auf einer Skala von 1 (unwichtig) bis 5 (sehr wichtig) bewerten Arbeitgeber diese Kriterien durchschnittlich mit 4 – also als wichtig. Zudem bestimmen die Innen- und Außenarchitektur eines Unternehmens maßgeblich über die Arbeitgeberattraktivität: 28 Prozent der befragten Fachkräfte ist dieser Aspekt sehr wichtig, jedem Zweiten wichtig (48 Prozent). Daraus ergibt sich insgesamt eine Zustimmung von 76 Prozent.

    Im Vergleich dazu spielen Kriterien wie Größe und Bekanntheit eines Unternehmens eine untergeordnete Rolle: Während die Reputation für 59 Prozent der Fachkräfte wichtig ist, steht Größe und Bekanntheit für nur 27 Prozent der Befragten mit Arbeitgeberattraktivität in Zusammenhang.

    Oberste Priorität: Umgang auf Augenhöhe

    Doch nicht nur Räume und Räumlichkeit entscheiden laut der Suite&Co-Studie "Recruiting 2018 – Wunsch und Wirklichkeit", ob ein Unternehmen Top-Kräfte binden kann. Ein Wunschauto für das Wochenende, eine Wochenendreise oder ein Concierge-Services? Der Mehrheit der Fachkräfte ist dies laut Studie nicht wichtig. Was zählt, sind vielmehr anerkennende Worte des Vorgesetzten: Mehr als drei Viertel aller Befragten (76 Prozent) Fachkräften sind der Meinung, dass ein wertschätzendes Danke für besondere Leistungen motivieren kann.

    Zudem haben Statussymbole wie Dienstwagen nahezu ausgedient. Die Ergebnisse untermauern, dass ein Firmenauto keinen so starken Stellenwert hat, wie es vor 10 oder 20 Jahren der Fall war. Für jede dritte befragte Fachkraft (35 Prozent) stellt der Firmenwagen keinen besonderen Anreiz dar. Firmen-Smartphones können ebenfalls immer weniger als Aushängeschild dienen: 443 von 873 Befragten (51 Prozent) sehen diesen Benefit mittlerweile als gegeben für Fachkräfte eines Unternehmens.

    Kreative Maßnahmen gefragt

    Der "War for Talents" verlangt von Unternehmen vielmehr immer kreativere Maßnahmen zu entwickeln, die ihnen Vorteile in der Rekrutierung verschaffen. "Kundenzentriertes Denken ist hier wie im Vertrieb und Marketing ebenfalls angebracht. Die Orientierung an den Bedürfnissen der Mitarbeiter ist wichtiger denn je. Denn diese sind heute andere – und haben viel mit dem privaten Lebensumfeld zu tun", sagt Lisa Mellinghoff, Mitgründerin der Suite&Co GmbH. 58 Prozent der Fachkräfte sehen die Wohnungssuche im Falle eines Arbeitgeberwechsels als große Herausforderung, bei der sie Hilfe vom Arbeitgeber erwarten. (red)

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