Online-Dating: Wie Tinder-Nutzer gruselige Anmachen kontern

    27. Juni 2018, 09:19
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    Schlagfertiger Umgang mit belästigenden Botschaften – Datingportale kämpfen aber weiter mit dem Problem

    Die Dating-App Tinder findet mannigfaltige Verwendungsmöglichkeiten. Neben Freundschaften und Beziehungen genießt sie aber nach wie vor den Ruf, vor allem ein Vermittlungsportal für Schäferstündchen zu sein. Und das zeigt sich mitunter an den Nachrichten, die User nach dem "Match" mit einer anderen Person erhalten.

    Vor allem (aber nicht nur) Frauen können von dieser dunklen Seite des Online-Datings berichten. Nicht wenige hatten schon problematischen Erstkontakt im Chat der App. Dokumentiert werden gruselige Anmachen unter anderem auf dem Twitter-Account Tinder Nightmares. Dort zu finden sind aber nicht nur Pick-up-Lines aus der Hölle, sondern auch schlagfertige Konter vieler Empfänger

    Konter statt Schweigen

    Die Antwort auf diese Nachfrage des Users Brad darf etwa als klassischer "Burn" eingeordnet werden.

    Hier wiederum gibt es eine Gegenfrage, die sich kritisch dem Werdegang der Situation auseinandersetzt.

    Dieser schlagfertige Konter fällt eher unter die Kategorie "Wahrheit tut weh".

    So manchem gruseligen Anmachspruch kann man auch schlicht mit knallharter Logik begegnen, wie dieses Beispiel zeigt.

    Der Versuch, beeindruckend zu wirken, ging nach hinten los. Oder wie man in der Start-up-Welt sagen würde: Der Pitch war schlecht.

    Und auch diese Präsentation sorgt aufgrund ihres offenkundigen Defizits eher nicht für Begeisterungsstürme.

    Was passiert, wenn man mit einem schlechten Wortspiel "eröffnet":

    Und manchmal sagen Bilder einfach mehr als tausend Worte:

    Tinder startete "Menprovement"-Initiative

    Freilich: Originelle Konter erleichtern es, mit anzüglichen Nachrichten umzugehen. Doch das ändert nichts daran, dass Belästigung im Online-Dating nach wie vor ein problematisches Phänomen darstellt. Die Betreiber von Tinder haben bereits mehrfach zu besserem Verhalten aufgerufen und besonders auffällige User auch schon lebenslang gesperrt.

    Im vergangenen Herbst startete man eine Kampagne mit dem Titel "Menprovement" (auf Deutsch: "Männeroptimierung") gestartet. Diese beinhalten eine Reihe von Videos, in denen versucht wird, grundsätzliche Online-Benimmregeln in Form humorvoller Videos zu vermitteln. Dazu führte man auch eine Reihe von animierten Emojis ein, um auf unerwünschtes Verhalten besser reagieren zu können. Der Erfolg von "Menprovement" hielt sich aber offenbar in Grenzen. Die fünf Clips schafften gemeinsam rund 160.000 Aufrufe auf Youtube und sind mittlerweile nicht mehr verfügbar. (red, 26.06.2018)

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