Auch Formel 1 will gegen Piratensender beoutQ vorgehen

    24. Juni 2018, 13:17
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    Sender hat Sitz angeblich in Saudi-Arabien und überträgt auch Spiele der Fußball-WM, ohne die Rechte zu haben

    Le Castellet – Der Piratensender beoutQ soll neben der Fußball-WM auch TV-Bilder von der Formel 1 illegal übertragen haben. Die Führung der Rennserie kündigte daher an, gegen den angeblich in Saudi-Arabien ansässigen TV-Kanal wegen des Verstoßes gegen Rechtevereinbarungen vorgehen zu wollen. Die Formel 1 nehme die Angelegenheit "extrem ernst", hieß es in einer Mitteilung am Samstag.

    Der umstrittene Sender überträgt derzeit Medienberichten zufolge sämtliche Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland, obwohl er keine Rechte besitzt. Diese liegen in dem Raum wie auch für die Formel 1 beim katarischen Kanal beIN Sports. Saudi-Arabien und weitere Länder hatten im Juni 2017 jedoch eine Blockade über das Emirat verhängt. Das islamisch-konservative Königreich untersagte auch die Ausstrahlung von beIN Sport im Land. Als Reaktion darauf nahm beoutQ seine Tätigkeit auf.

    Das saudische Informationsministerium wies am Samstag indes die Behauptung, beoutQ habe seinen Sitz in Saudi-Arabien, als unbegründet zurück. Dies seien "unverantwortliche Anschuldigungen". (APA, dpa, 24.6.2018)

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