Forscher rätseln über spätrömische Leichen mit abgehackten Beinen

    Ansichtssache24. Juni 2018, 21:39
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    Außerdem: Steigendes Risiko durch künstliche Mikroben, mehr Lebenszutaten auf Ceres und erhöhte Erdbebengefahr in Kalifiornien

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    foto: sarah pannhausen/uni bonn

    Roboterfisch bringt "echte" Artgenossen zum Reden

    Die nachtaktiven afrikanischen Nilhechte erzeugen elektrische Spannungspulse und verschaffen sich damit ein erstaunlich genaues Bild ihrer Umgebung. Sie können mit diesen Pulsen aber auch gezielt bestimmte Mitglieder ihres Schwarms ansprechen – fast, als würden sie sie beim Namen rufen. Um dieser ungewöhnlichen Form der Kommunikation auf die Schliche zu kommen, griffen Forscher der Universität Bonn zu einem Trick: Sie konstruierten einen Roboterfisch aus Gummi, dessen Schwimmrichtung sich fernsteuern ließ. Die Attrappe verfügte über zwei Empfänger-Elektroden, mit denen sie die elektrischen Signale "echter" Nilhechte registrieren konnte.

    Die größte Aufmerksamkeit erzielte der Roboter, wenn er die "Morsebotschaften" des echten Fischs "nachplapperte", also rund 20 Millisekunden nach jedem Puls des Nilhechts ebenfalls ein Signal erzeugte. Durch dieses 'Echo' zeigte der Hecht laut der im Fachjournal "Pnas" veröffentlichten Studie erst Recht an der Attrappe Interesse und schwamm zum Beispiel direkt auf sie zu. Aber nicht nur das: Der Fisch passte seine Elektro-Signale nun seinerseits an die der Attrappe an. Aus der unregelmäßigen Abfolge von Pulsen wurde ein regelmäßiges Hin und Her – wie bei einem Ballwechsel zweier Tennisspieler. Etwa ein bis zwei Sekunden dauerte diese Synchronisation, die auch schon in der freien Natur beobachtet wurde.

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