Forscher rätseln über spätrömische Leichen mit abgehackten Beinen

    Ansichtssache24. Juni 2018, 21:39
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    Außerdem: Steigendes Risiko durch künstliche Mikroben, mehr Lebenszutaten auf Ceres und erhöhte Erdbebengefahr in Kalifiornien

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    illustr.: m. khoshmanesh/asu

    Erhöhte Erdbebengefahr für Kalifornien

    Die beiden kalifornischen Metropolen San Francisco und Los Angeles stehen auf einem geologischen Pulverfass. Zwei Kontinentalplatten, die Pazifische und die Nordamerikanische, grenzen hier aneinander und sorgten entlang mehrerer Verwerfungen in der Vergangenheit für teilweise massive Erdbeben. Eine dieser Zonen galt allerdings bislang als vergleichsweise unbedenklich: Frühere Untersuchungen hatten ergeben, dass sich in einem etwa 130 Kilometer lange Abschnitt der San-Andreas-Verwerfung südlich von San Francisco die Erdplatten weitgehend ruhig aneinander vorbeischieben. Ein Irrtum, wie aktuelle Daten zeigen.

    Forscher um Mostafa Khoshmanesh und Manoochehr Shirzaei von der Arizona State University konnten in einer Studie im Fachjournal "Nature Geoscience" nachweisen, dass die beiden Platten eigentlich in Stopp-and-Go-Manier dahin ruckeln. Dabei bauen sich im Unterschied zu früheren Annahmen durchaus erhebliche Spannungen auf, die sich in schweren Beben entladen können. "Die Verwerfung bewegte sich alle ein bis zwei Jahre ein paar Monate lang, bevor sie dann wieder anhielt", berichten die Wissenschafter.

    Diese Spannungsspitzen können sich überdies auch auf angrenzende Bereiche des Grabens übertragen. "Wir glauben, dass das seismische Risiko in Kalifornien dadurch höher sein könnte als man bisher angenommen hat", sagt Shirzaei. Aus den Modellen ergibt sich damit für Nord- und Südkalifornien ein 75-prozentiges Risiko für ein Erdbeben der Magnitude 7 oder höher innerhalb der nächsten 30 Jahre.

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