Aidan Truhens "Fuck You Very Much": Die Sorgen des Dealers

    25. Juni 2018, 15:17
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    Man sollte sich von dem prolligen Titel des Buchs nicht abschrecken lassen, denn dieser Roman zeichnet sich durch eine unkonventionelle Sprache aus

    "Ich bin das Uber der illegalen Drogen", so stellt sich der Großdealer Jack Price vor, der sich mit Direktvertrieb nicht die Hände schmutzig macht. Die alte Dame unter dem Appartement von Jack wird ermordet. Er ist beunruhigt, war es ein Irrtum, und die Mörder haben sich bloß in der Wohnung geirrt?

    Als Price versucht, mehr herauszubekommen, gefällt das einigen gar nicht. Die Killertruppe nennt sich Seven Demons und ist professionell. Price muss die Kerle Stück für Stück auf unorthodoxe Weise erledigen.

    Atemloser Schwall

    Aidan Truhens (ein Pseudonym) Krimihandlung ist eher schlicht. Diesen Roman zeichnet jedoch eine unkonventionelle Sprache aus. Der Erzähler erbricht sozusagen in einem einzigen atemlosen Schwall einen Monolog. In den sind biestige Dialoge, Erinnerungen und satirische Betrachtungen miteingeschlossen.

    Truhen macht sich mit seinen Übertreibungen auch über die Klischees des Genres lustig. Intelligenz, Brutalität, Witz und Tempo machen Spaß; man sollte sich von dem prolligen Titel nicht abschrecken lassen. (Ingeborg Sperl, Album, 23.6.2018)

    Aidan Truhen, "Fuck You Very Much". Deutsch: Sven Koch, Andrea Stumpf. € 15,40 / 350 Seiten. Suhrkamp, Berlin 2018

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    Krimiblog

    • Aidan Truhen, "Fuck You Very Much". Deutsch: Sven Koch, Andrea Stumpf. € 15,40 / 350 Seiten. Suhrkamp, Berlin 2018
      foto: suhrkamp

      Aidan Truhen, "Fuck You Very Much". Deutsch: Sven Koch, Andrea Stumpf. € 15,40 / 350 Seiten. Suhrkamp, Berlin 2018

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