Kirk und Spock in Sorge: Guter ORF-Morgen mit Trumps Weltraumarmee

20. Juni 2018, 15:51
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Wir schreiben das Jahr 2018, auf Raumschiff Enterprise herrscht Unruhe. Selbst Spock ist nervös. Er gibt Captain James T. Kirk ein zittriges "Lebe lang und in Frieden!" mit auf den Weg

Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2018, auf Raumschiff Enterprise herrscht Unruhe. Selbst Spock ist nervös. Er gibt Captain James T. Kirk ein zittriges "Lebe lang und in Frieden!" mit auf den Weg. Kirk lässt sich zu Beratungen ins Hauptquartier der Jedi-Ritter rüberbeamen.

Viele Lichtjahre von der Erde entfernt ist die Enterprise an sich unterwegs auf friedlicher Mission. Nun jedoch scheint diese durch Präsident Donald Trump gefährdet. Er kündigt eine US-Weltraumarmee an.

Zunächst tat Kirk diese den Friedensauftrag der Enterprise gefährdende Idee als Eintagsfliege ab. Fernseheindrücke lösten jedoch Panik aus: Trumps Weltraumpläne hatten es als Thema sogar in das Früh-TV des ORF geschafft – bei "Guten Morgen Österreich" sprach die Moderatorin gar von "Star Wars". Was, wenn das die Klingonen hören! An sich schätzten Kirk und Freunde dieses TV-Format. Es war lieblich. TV war überhaupt wichtig im Weltraum. Wer fünf Jahre lang unterwegs ist, um fremde Galaxien zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen, der braucht Zeitvertreib.

Sätze wie "Amerika muss den Weltraum dominieren!" in diesem Frühformat zu hören war für Kirk aber ungewohnt. Was war los auf Erden, frug er Meister Yoda. Der Weise konnte Kirk etwas beruhigen. Er betonte die Informationspflicht des ORF und gab zu bedenken: "Brauchen wird der Donald für seine Weltraumarmee erst des Kongresses Zustimmung."

Kirk zog es zurück auf sein Schiff; er sah wieder Hoffnung für die Friedensmission. Auch dass Trumps Weltraumkrieger im Früh-TV Thema wurden, verstand er nun. Er hoffte dennoch, dass Klingonen nicht "Guten Morgen Österreich" schauen. (Ljubiša Tošić, 20.6.2018)

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