Merkel und Macron wollen bis Ende 2018 EU-Einigung auf Digitalsteuer

    19. Juni 2018, 19:00
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    "Meseberger Erklärung" hält Einsatz für "faire Digital-Besteuerung" fest

    Deutschland und Frankreich wollen sich dafür einsetzen, dass sich die EU bis Ende dieses Jahres auf eine Digitalsteuer einigt. Das geht aus der "Meseberger Erklärung" hervor, die am Dienstag nach einem Treffen von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vorgelegt wurde. Wörtlich ist von einer "fairen Digital-Besteuerung" die Rede.

    Hohe Umsätze, niedrige Steuern

    Große Digitalkonzerne wie Google und Facebook zahlen der EU-Kommission zufolge deutlich weniger Steuern als herkömmliche Industrie- und Dienstleistungsbetriebe. Deutschland, Frankreich und einige andere Staaten forderten deshalb im vergangenen Jahr rasche Maßnahmen zur stärkeren Besteuerung.

    Sie kritisieren, dass die Konzerne in Europa gewaltige Umsätze und Gewinne verbuchen, aber kaum Steuern zahlen, da sie in den meisten Ländern keine besteuerbaren Firmensitze haben. Im Kreis der EU herrscht allerdings bisher Uneinigkeit über die rasche Einführung härterer Steuerregeln für Digitalkonzerne. (APA, 19.06.2018)

    • In der "Meseberger Erklärung" strebt man eine EU-weite Digitalsteuer an.
      foto: afp

      In der "Meseberger Erklärung" strebt man eine EU-weite Digitalsteuer an.

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